Apple vs. Samsung: Die Nachverhandlungen beginnen

Daniel Kuhn

Wer gehofft hatte, dass nach dem abschließenden Gerichtsurteil im großen Patentstreit zwischen Apple und Samsung endlich Ruhe einkehrt, hat sich selbstverständlich getäuscht: Nicht nur versucht Samsung weiterhin, einige Ungereimtheiten aus dem Weg zu schaffen, auch der Strafbetrag von 1 Milliarde Dollar soll neu verhandelt werden, während Apple nach wie vor um ein Verkaufsverbot möglichst vieler Samsung-Geräte kämpft.

Apple vs. Samsung: Die Nachverhandlungen beginnen

Heute treffen sich zwei alte Bekannte vor dem US District Court in San Jose im sonnigen Kalifornien: Apple und Samsung wollen Richterin Lucy Koh jeweils davon überzeugen, bestimmte Aspekte des Urteils zu den jeweils eigenen Gunsten abzuändern. Zunächst steht die verhängte Strafe von 1 Milliarde Dollar, die Samsung an Apple zahlen muss, zur Debatte: Während Samsung alles dran setzt, diese Summe zu minimieren, versucht Apple, dem Betrag nochmals 535 Millionen Dollar hinzuzufügen, da die Geschworenen entschieden hatten, dass Samsung willentlich die Patente aus Cupertino verletzt habe.

Außerdem steht nach wie vor zur Debatte, welche Samsung-Geräte mit einem Verkaufsverbot in den USA verhängt werden – wenn es nach Apple ginge, wären 26 Geräte betroffen, da das Unternehmen auch versucht, aktuelle Geräte wie das Samsung Galaxy S3 oder das Samsung Galaxy Note 2 zu der Liste hinzuzufügen.

Samsung könnte sowohl der Richterin als auch den Apple-Anwälten noch einiges Kopfzerbrechen bereiten, da es nach wie vor einige Ungereimtheiten bei der Vorgehensweise der Geschworenen gibt, die deren Urteil komplett in Frage stellen könnten. So hat der Jury-Vorsitzende Velvin Hogan in der Vergangenheit zum Beispiel einen Rechtstreit gegen Seagate um ein von seiner Seite verletztes Patent verloren; und da Seagate ein Partnerunternehmen von Samsung ist, werfen die Koreaner ihm vor, nicht neutral geurteilt zu haben.

Es bleibt also weiter spannend im eigentlich abgeschlossenen Patentstreit und wir werden euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

Quelle: Slashgear

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