Ciao, microSD: Wieso man fürs Galaxy S8 wohl neue Speicherkarten braucht

Rafael Thiel

In Seoul wird gerade womöglich die Wachablösung der mobilen Speichererweiterung beschlossen: Die nächsten Smartphones von Samsung könnten nämlich die neuen UFS-Speicherkarten unterstützen, die SSD-ähnliche Lese- und Schreibgeschwindigkeiten erreichen. Damit würde der Konzern den überholten microSD-Standard quasi im Alleingang zu Grabe tragen.

In einer unscheinbaren Pressemitteilung stellt Samsung neue Speicherkarten aus eigenem Hause vor. Das Besondere: Mithilfe der Universal-Flash-Storage-Technologie (UFS) erreichen die Karten ungeahnte Schreib- und Lesegeschwindigkeiten für ein mobiles Speichermedium. Zu Beginn kündigte der Konzern folgende Speichergrößen an: 32, 64, 128 und 256 GB.

Das Galaxy S8 könnte den Startschuss geben

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Doch natürlich reicht es nicht, eine neues Produkt dieser Art einfach nur auf den Markt zu werfen. Es ist davon auszugehen, dass Samsung die eigene Präsenz in diversen Technologie-Branchen dazu nutzen wird, den microSD-Standard durch die UFS-Speicherkarten abzulösen. Neben Kameras und dergleichen dürften dementsprechend auch bald erste Smartphones mit Unterstützung für das neue Speichermedium erscheinen. Ob es für das anstehende Note 7 reicht, ist fraglich. Allerdings wird vermutlich spätestens das Galaxy S8 im nächsten Jahr UFS- anstatt microSD-Speicherkarten unterstützen.

UFS_01

Für Konsumenten heißt das natürlich: Erstmal neue Speicherkarten kaufen. Doch letztendlich dürfte sich der Wechsel von microSD auf UFS lohnen, schließlich weist letztere Technologie eine deutlich bessere Performanz auf. Die Lesegeschwindigkeit ist mit 530 MB/s im Vergleich fünf Mal so schnell, beim Schreiben ist die Geschwindigkeit mit 170 MB/s zumindest verdoppelt.

Beim Galaxy S6, dem ersten Smartphone mit integriertem UFS-Speicher, beschwerte sich Samsung noch über die niedrige Geschwindigkeit des microSD-Standards und verzichtete daher auf einen entsprechenden Kartenslot. Für das Galaxy S7 soll zwar angeblich eine Lösung gefunden worden sein, durch die langsame microSD-Karten sich nicht mehr negativ auf die Performance des Geräts auswirken – doch dürfte das auch nur einen konstruierten Kompromiss darstellen, der mit UFS-Speicherkarten nicht mehr eingegangen werden muss.

UFS steht auch anderen Herstellern zur Verfügung

Da es sich bei UFS um einen offenen Standard handelt und Samsung in der Vergangenheit bereits des Öfteren eine Vorreiterstellung innehatte, werden mutmaßlich über kurz oder lang auch andere Unternehmen nachziehen und von microSD auf UFS wechseln. Damit dürfte, sofern sich unsere Spekulation bewahrheitet, der 2005 vorgestellte Standard nach zwölf Jahren langsam in Rente gehen.

Quelle: Samsung

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