Explosionssicher: Samsungs neue Festkörperakkus sollen mehr Sicherheit bringen

Oliver Janko 5

Samsung arbeitet weiterhin fleißig an neuen Akkutechnologien. Der aktuelle Clou: Festkörperzellen, die deutlich sicherer als Lithium-Ionen-Akkus sein sollen. Ob wir diese Entwicklungen aber auch in Smartphones sehen werden, bleibt zumindest noch fraglich.

Nanoskin: Aufkleber für mehr Akkulaufzeit.

Samsung SDI, ein Tochterunternehmen von Samsung und verantwortlich für die Entwicklung von Akkus, hat aber immerhin bereits bekanntgegeben, in welche Richtung sich die Sache entwickeln könnte. Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll die Produktion von Festkörperakkus möglich sein. Bei dieser Art Akkumulator wird auf einen flüssigen Elektrolyten verzichtet, wodurch der Akku deutlich sicherer werden soll. Wie es hinsichtlich Lauf- und Ladezeiten aussieht, ist noch nicht bekannt.

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Einsatz in Smartphones unsicher

Samsung dürfte es aber ohnehin eher um dem Sicherheitsaspekt gehen. Letztes Jahr gerieten die Südkoreaner über Monate in die Schlagzeilen, weil die Akkus des Samsung Galaxy Note 7 explodierten. Gerade bei fest verbauten Akkus soll die Festkörpertechnologie deutlich sicherer sein und nicht mehr explodieren können, außerdem sollen die neuen Akkus auch deutlich kleiner sein. Fraglich ist allerdings nach wie vor, ob die neuen Energiespender tatsächlich auch in Smartphones zum Einsatz kommen. Das hängt dann wiederum von Samsung Electronics ab – und wohl auch von Aspekten wie Preis, Ladezeiten  oder Verfügbarkeit. „Unsere Technologie wird in rund zwei Jahren weit genug fortgeschritten sein. Es hängt aber von Samsung Electronics ab, ob sie in Smartphones zum Einsatz kommt“, so ein Mitarbeiter von Samsung SDI gegenüber dem Korea Herald.

Ein Team der Universität Texas arbeitet übrigens an einem ähnlichen Konzept. Die Forscher setzen auf einen „Solid-State“-Akku, der Glas anstatt Elektrolyt verwendet. Auch das soll deutlich sicherer sein – wird aber ebenfalls noch einige Jahre auf sich warten lassen. Auch LG mischt mit einem ähnlichen Konzept mit, braucht aber auch noch mehr Zeit für die Entwicklung.

Quelle: Korea Herald
Hinweis: Das Titelbild zeigt einen herkömmlichen Lithium-Ionen-Akku.

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