Gerichtsstreit mit Apple: Deswegen hätte Samsung lieber schweigen sollen

Thomas Konrad 9

Im Rechtsstreit um fünf zentrale Patente in Apples iPhone muss Samsung vor Gericht erneut eine Niederlage hinnehmen und Schadensersatz in Millionenhöhe zahlen.

Gerichtsstreit mit Apple: Deswegen hätte Samsung lieber schweigen sollen

In der ersten Runde des Rechtsstreits zwischen den zwei Tech-Giganten bekam Apple rund eine Milliarde US-Dollar Schadenersatz zugesprochen. Samsung ging in Berufung und konnte die Gesamtsumme auf 399 Millionen US-Dollar reduzieren. Besonders glücklich waren die Südkoreaner damit nicht und zogen erneut vor Gericht. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten schlug sich damals auf Samsungs Seite, überließ die finale Entscheidung über Schadenersatzzahlungen aber dem Gericht, in dem der Patentstreit einst begonnen hatte. Keine gute Idee, wie sich nun herausstellt.

Samsung vs. Apple: Jury erhöht die Schadensersatzzahlungen

Im aktuellen Prozess entschied eine Jury, dass Samsung 539 Millionen US-Dollar an Apple bezahlen muss. Das ist etwa die Hälfte der von Apple ursprünglich geforderten Summe und deutlich mehr als die bislang verhandelten 399 US-Millionen – ein klarer Sieg für Apple, könnte man sagen. Hätte Samsung das erste Urteil akzeptiert, hätte der Konzern rund 140 Millionen gespart.

Dieser Fight wird nicht vor Gericht ausgetragen, sondern in unserem Studio – das Galaxy S9 tritt an gegen Apples iPhone X:

Samsung Galaxy S9 (Plus) vs. iPhone X: Vergleich der Smartphone-Giganten.

Samsung prüft weitere rechtliche Schritte

Die Entscheidung der Jury war einstimmig, berichtet CNET. Den Großteil der 539 Millionen US-Dollar muss Samsung für drei verletzte Designpatente bezahlen. Gut 5 Millionen US-Dollar sind für zwei Patente fällig, die Funktionen des Smartphones beschreiben. Die Entscheidung signalisiere, dass Design im Silicon Valley noch immer einen hohen Wert habe, meint CNET. Auch das ist keine schlechte Nachricht für den iPhone-Hersteller, der die Jury unter anderem davon überzeugen konnte, dass Samsung die Anordnung von Icons auf dem Homebildschirm kopiert hat.

Der Rechtsstreit ist offenbar auch nach dieser Entscheidung noch nicht zu Ende: Samsung prüft nun weitere Schritte. Das Urteil sei ein Schlag ins Gesicht des einstimmigen Supreme-Court-Urteils, erklärte Samsung in einer Stellungnahme.

Quelle: CNET

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