Jetzt zittern High-End-Smartphones: Samsung stellt neuen Wunder-Prozessor vor

Simon Stich

Samsung hat mit dem Exynos 9610 einen neuen Chip vorgestellt, der die Smartphone-Mittelklasse revolutionieren soll. Viele interessante Features rund um Fotografie und Video werden damit erschwinglicher. Was genau kann der neue Prozessor?

Jetzt zittern High-End-Smartphones: Samsung stellt neuen Wunder-Prozessor vor
Bildquelle: GIGA.

Samsung Exynos 9610: Fotos fast wie beim Pixel 2

Samsungs neuer Prozessor ist von der Leistung her für Mittelklasse-Geräte gedacht, braucht sich aber in Sachen Foto- und Video-Features auch vor dem High-End-Bereich nicht zu verstecken. Aufnahmen in 4K-Auflösung sollen hier mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde möglich sein. Noch besser wird es bei Videos mit Full HD, denn bei dieser Auflösung sind Superzeitlupenaufnahmen mit bis zu 480 Bildern pro Sekunde möglich. Kein anderer Mittelklasse-Chip bietet das bislang.

Auch die Gesichtserkennung soll sich mit dem Exynos 9610 deutlich verbessern. Samsung zufolge sollen Besitzer des Geräts auch dann erkannt werden, wenn sie zum Beispiel eine Mütze tragen oder ihr Gesicht seitlich vom Smartphone weggedreht haben. Hinzu kommen noch weitere Funktionen zur Künstlichen Intelligenz, die das Fotografieren und Filmen besser und einfacher machen sollen. Smartphones mit einer einzigen Linse auf der Rückseite dürften ganz wie beim Pixel 2 von Google einen Bokeh-Effekt mit Tiefenschärfe zaubern, obwohl dafür eigentlich eine Dual-Kamera benötigt wird. Doppelte Linsen werden vom Exynos 9610, der zur Exynos-7-Serie gehört, dennoch unterstützt. Die maximale Auflösung liegt hier bei je 16 MP. Kommt nur eine Kamera zum Einsatz, ist erst nach 24 MP Schluss.

Für Mittelklasse-Smartphones: LTE nur mit bis zu 600 Mbps

Obwohl sich viele Funktionen des neuen Samsung-SoC um die Kamera drehen, hat der Exynos 9610 im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Chips natürlich noch mehr zu bieten. Dass es sich nicht um einen High-End-Chip handelt, wird bei der maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 600 Megabit pro Sekunde im LTE-Netz deutlich. Der Upstream kommt auch schon bei 150 Megabit pro Sekunde an seine Grenzen. Höherpreisige Prozessoren wie der Exynos 9810 des Galaxy S9 sind beim Downstream schon im Gigabit-Bereich angekommen.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus im Vergleich.

Produziert wird die mobile Plattform im 10-Nanometer-Verfahren. Als Herzstück kommen acht Cortex-Kerne zum Einsatz, die mit bis zu 2,3 GHz beziehungsweise 1,6 GHz takten. Die Grafik wird von der Mali-G72 bereitgestellt, die auch anspruchsvolle Aufgaben im Bereich der Virtual Reality meistern soll. Ein intelligenter Hub kümmert sich zudem um die Sensoren des Geräts, ohne den Hauptprozessor zu belasten.

Bis erste Smartphones mit dem neuen Prozessor in den Handel kommen werden, dürfte es noch eine Weile dauern. Samsung will erst in der zweiten Hälfte des Jahres mit der Massenproduktion beginnen.

Quelle: Samsung Newsroom via Phone Arena

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