Region Lock: Neues Samsung-Statement bringt mehr Klarheit

Andreas Floemer 15

Neues zum Region-Lock, den Samsung seinen aktuellen Topmodellen jüngst auferlegt hat: Seit Wochen schon versuchen die Südkoreaner, gute Miene zum undurchschaubaren Spiel zu machen. Nun wurde, um mehr Klarheit zu verschaffen, ein drittes Statement veröffentlicht, das tatsächlich etwas deutlicher formuliert ist. Deutlich ist auch, dass Samsung keine Anstalten machen wird, diesen Riegel wieder zu entfernen.

Das ellenlange Statement, das unter anderem auf Amazon in der des Galaxy Note 3 (Test) eingebettet ist, liefert auf der einen Seite einen etwas kläglichen Versuch, den Sinn des Region-Locks zu erklären. So heißt es, dass man

[…] die regionale SIM-Lock-Funktion in aktuelle Geräte implementiert [habe], um Kunden in ihrer jeweiligen Region ein optimales mobiles Erlebnis zu ermöglichen und die Kundenbetreuung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse in den unterschiedlichen Regionen anpassen zu können. […]

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Was ein mobiles Erlebnis mit dem Region-Lock zu tun hat, ist nicht sonderlich leicht zu erklären. Mir zumindest fällt es schwer, beides in Zusammenhang zu bringen, zumal Smartphone- und Tablet-Modelle bekanntlich mit der gleichen Soft- wie auch überwiegend gleichen Hardware ausgestattet sind. Zwar gibt es bei Samsung teils Modelle mit Qualcomm-SoC und andere wiederum mit Exynos-Octa-Core-Prozessoren, das war es dann aber auch. Die Benutzung und damit im Grunde das Nutzererlebnis dürfte wohl identisch sein. Was die Kundenbetreuung angeht, dürften auch keine großen Unterschiede vorhanden sein.

Etwas klarer wird es indes, wenn es ums Eingemachte geht. Denn Samsung erläutert in diesem Statement auch, wie man die Regionale Sperre wieder los wird – und das ist mittlerweile recht einfach:

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So muss die Erstaktivierung eines Smartphones oder Phablets, das mit regionaler SIM-Lock-Funktion ausgerüstet ist, mit einer SIM-Karte eines Providers aus der Region Europa erfolgen. Um es für SIM-Karten anderer Ländern außerhalb Europas freizuschalten, muss das Gerät mit entsprechender Karte sich nach Inbetriebnahme ins jeweilige deutsche Netz eingewählt haben. Ferner muss man insgesamt fünf Minuten mit dem Device telefoniert haben – dabei ist es egal, ob man selbst anruft oder oder man angerufen wird. Nach diesem Anruf ist die Sperre dauerhaft deaktiviert und man kann das Gerät international mit jeglichen Karten verwenden.

Diese Art der Freischaltung funktioniert lediglich mit Geräten, auf denen Android 4.3 installiert ist. Dieses ist derzeit offiziell nur für das Samsung Galaxy Note 3 und das Galaxy S4 verfügbar, in den kommenden Wochen soll es allerdings auch für das Galaxy S4 mini, Galaxy S3 und Note II via FOTA-Update (Firmware Over The Air) bereitgestellt werden.

Des Weiteren besteht ein zweiter Weg der Freischaltung: Nutzer, die ein Gerät aus der Region Europa besitzen, es aber mit einer SIM-Karte eines nicht europäischen Providers in Betrieb nehmen möchten, können sich an den Samsung-Kundenservice wenden, um es dennoch freizuschalten.

So kompliziert scheint es mit der Deaktivierung der regionalen SIM-Sperre dann doch nicht mehr zu sein, der Grund für Samsungs Vorgehen bleibt uns allerdings weiterhin schleierhaft. Was haltet ihr von der ganzen Aktion?

Quelle: Samsung Statment auf Amazon (PDF) [via AllAboutSamsung]

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