Samsung: Android bald auch auch auf Digitalkameras?

Frank Ritter 7

Samsung ist derzeit Primus im Bereich der Smartphones und Tablets, die mit Googles Android-Betriebssystem laufen - zumindest, wenn man nach den Verkaufszahlen geht. Was liegt da für den koreanischen Konzern näher, als das im Kommunikationsbereich gesammelte Know-How auch auf andere geschäftsbereiche auszuweiten. Konzern-intern wird überlegt, zukünftig auch kompakte Digitalkameras mit Android auszustatten.

Samsung: Android bald auch auch auf Digitalkameras?

Engadget hat bei einem Besuch der Samsung-Forschungsabteilung in Südkorea in Erfahrung gebracht, dass es konkrete Überlegungen gibt, ein „offenes Betriebssystem“ für Kameras zu etablieren. Engadget zieht dabei den richtigen Schluss, dass Samsungs erste Wahl dafür wohl Android sein dürfte. Zwar hat Samsung mit bada und Tizen zwei weitere Kandidaten im Portfolio, aber Android ist am weitesten entwickelt, am vielseitigsten und besitzt die größte Grundlage für ein offenes Ökosystem dank einer riesigen Basis von Entwicklern in aller Welt. Bada fokussiert hingegen Smartphones, Tizen ist noch zu wenig entwickelt.

Aber was könnte der Vorteil eines offenen Betriebsystems auf Kameras sein? Neben den naheliegenden Foto-Apps wie Retrofilter-Kameras, Stop Motion- und HDR-Kamera-Apps könnten auch Anbindungen zum schnellen Upload der Fotos in Onlinespeichersysteme oder soziale Netzwerke leicht zu entwickeln sein. Des weiteren wäre auch eine komplexere Bildbearbeitung direkt auf der Kamera durchaus denkbar. Weiterer Vorteil wäre, dass man damit eine durchdachtere Menüstruktur und bessere UI realisieren könnte sowie Nutzern das Anpassen der Software an eigene Bedürfnisse erleichtert.

Ganz fern liegt die Idee einer „Smart Camera“ mit Android-OS nicht. So hat Polaroid bereits eine Kamera vorgestellt, die Android als Betriebssystem verwendet. Auch Samsung hat mit der bereits eine Kamera im Angebot, die über Touchscreen, WLAN-Konnektivität und Apps verfügt sowie - obacht - per Android-App übers Samsung-Smartphone fernsteuern lässt.

Wäre ein Android-OS auf einer Point-and-Shoot-Kamera ein Kaufgrund für euch? Braucht ihr überhaupt noch eine reguläre Digitalkamera oder reicht euch die „Handy-Knipse“ bereits für alle Bedürfnisse unterhalb der professionellen Spiegelreflexkamera. Eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: engadget [via Cnet]

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