Eines der spannendsten Experimente aus Samsungs Laboren dürfte Entrim 4D sein: Hierbei handelt es sich um ein Headset, das durch die Übertragung von elektrischen Impulsen ins Gehirn eine Sinneserweiterung für Virtual Reality ermöglicht. Auf der SXSW-Veranstaltung haben die Südkoreaner die innovative neue Technologie der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

Oculus Rift, Google Glass und Co. mögen zwar visuell bereits gute Arbeit leisten, wenn es darum geht, den Nutzer in fremde Welten zu entführen. Tatsächlich ist das Virtual Reality-Erlebnis aber noch nicht ganz perfekt: Wenn der Nutzer beispielsweise in einer virtuellen Welt in einem Flugzeug fliegt oder ein Auto fährt, kann man dies mit den derzeitigen Methoden zwar überzeugend visuell umsetzen. Da der Körper sich selbst aber nicht bewegt und dementsprechend keine Trägheitskräfte auf ihn einwirken, ist sich der Nutzer eigentlich immer darüber im Klaren, dass er sich nur in einer Simulation befindet.

Man kann nun darüber diskutieren, ob das wirklich ein Makel ist oder ob man diese Grenze zwischen virtueller und tatsächlicher Realität lieber nicht überschreiten sollte. Samsung hat sich aber entschieden – und mit Entrim 4D ein neues Headset vorgestellt, dass die Grenze zwischen virtueller Welt und Realität weiter verwischt.

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Elektrische Impulse stimulieren das Gehirn, gaukeln Bewegung und Geschwindigkeit vor

Entrim 4D.

Bei Entrim 4D handelt es sich um auf den ersten Blick normal aussehende Kopfhörer, die als Zubehör zur Gear VR gedacht sind. Während die Gear VR den Nutzer optisch in die Virtual Reality entführt, soll das Headset mithilfe elektrischer Impulse bestimmte Gefühle auslösen. Damit sind weniger emotionale Ausbrüche gemeint, sondern beispielsweise das Gefühl, sich im freien Fall zu befinden oder in einem Auto zu sitzen, das gerade drastisch beschleunigt wird.

Ermöglicht wird dies durch die sogenannte galvanische vestibuläre Stimulierung, die auch in der Medizin verwendet wird, um Schlaganfall-Patienten dabei zu helfen, ihren Gleichgewichtssinn wiederzuerlangen. Samsung hat genau diese Technologie bereits an mehr als 1.500 Testpersonen ausprobiert, um insgesamt 30 verschiedene Bewegungsmuster per elektrischem Signal in das Bewusstsein der Nutzer zu übertragen.

Virtual Reality ohne Motion-Sickness-Effekt

Es handelt sich definitiv um eine nützliche Technologie, die sündhaft teure 4D-Sessel obsolet machen könnte; zudem könnten empfindlichere Mägen Virtual Reality-Brillen ganz ohne den leidigen Motion Sickness-Effekt nutzen. Zugleich wird es aber wohl dem einen oder anderen unwillkürlich unheimlich vorkommen, dass ein Headset dazu in der Lage ist, derartige Gefühle auf Knopfdruck im Gehirn auslösen zu können. Aktuell befinde sich Entrim 4D aber laut Samsung ohnehin noch in der Entwicklungsphase.

Quelle: Samsung via Sammobile

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