Samsung Galaxy Alpha: Hersteller gibt Einblicke in den Fertigungsprozess

Oliver Janko 32

Nur 7 mm dünn, ein Rahmen aus Metall, eine überarbeitete Designsprache - das Samsung Galaxy Alpha bricht mit einigen Samsung-Traditionen. Kein Wunder also, das der Hersteller für die Fertigung des edlen Gerätes neue Wege einschlagen muss. Wir bieten einige Einblicke in den Fertigungsprozess des Samsung Galaxy Alpha.

Samsung lässt sich bei der Herstellung nicht lumpen, immerhin soll sich das Galaxy Alpha auf höchster Niveau mit der Konkurrenz messen können. Das 4,7 Zoll-Smartphone soll mit dem nächsten iPhone konkurrieren; auch – oder vor allem – in optischer Hinsicht. Dazu fräst Samsung den Rahmen mittels sogenannten CNC-Maschinen aus einem einzigen Stück Metall, was nicht nur der Optik, sondern auch der Robustheit zugute kommen soll. Darin werden die Öffnungen für Akku oder Display-Komponenten eingelassen, bevor es an den seitlichen Rahmen geht.

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In diesen Rahmen werden anschließend die Öffnungen für die Tasten und Slots geschnitten, abschließend geht es an die Farbgestaltung: Das Galaxy Alpha wird aber nicht etwa in den verschiedenen Farbvarianten lackiert, der Hersteller setzt dafür vielmehr auf die „anodische Oxidation“, ein elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von Oxid-Schichten auf Metallen, das HTC schon vor einigen Jahren in einem beeindruckenden Video demonstriert hat.

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Diese Technik verleiht dem Gehäuse nicht nur die Farbe, die dabei hergestellte Schicht dient auch als Schutzschicht gegen Korrosion und Abrieb. Aus welchem Material Samsung die Teile fräst ist übrigens nicht bekannt, wir vermuten allerdings Aluminium, schlichtweg, weil die alternativen Fertigungsstoffe (Titan, Magnesium, Stahl) zu teuer wären oder sich nicht anodisch behandeln lassen.

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Wenn das Gehäuse dann fertig ist, werden sämtliche Hardware-Komponenten verbaut. Abschließend wird das finale Gerät einigen Tests unterzogen: Im Labor für Qualitätssicherung steht beispielsweise ein Falltest an, bei dem das Galaxy Alpha  mehrmals aus unterschiedlichen Höhen auf den Boden fallen gelassen wird - dadurch soll die Widerstandsfähigkeit des Metall-Gehäuses getestet werden. Im „Bending Test“ wird das Gehäuse dann von beiden Seiten zusammengedrückt, der „Twist Test“ gibt Auskunft über die Anzahl diverser Ein- und Aufschläge, die das Alpha wegstecken kann.

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Die technischen Daten

Samsung ist zweifellos stolz auf das neue High End-Gerät, andernfalls würde es wohl keinen eigenen Blogeintrag über die Fertigungsprozesse des Galaxy Alpha geben. Wir rufen uns abschließend noch die technischen Daten des Smartphones in Erinnerung: Im Inneren sorgt ein potenter Exynos 5430 Octa Core-SoC mit Unterstützung von einem 2 GB großen Arbeitsspeicher für ordentlich Power, dazu gesellen sich 32 GB nicht erweiterbarer Speicher. Rückseitig ist eine 12 MP-ISOCELL-Kamera verbaut, an der Frontseite kommt eine 2,1 MP-Kamera zum Einsatz. Zudem spendiert Samsung dem Galaxy Alpha einen Pulsmesser und einen Fingerabdrucksensor, zum Einsatz kommen die gleichen Module wie auch schon beim Galaxy S5.

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Das Display löst mit HD, also 1280 x 720 Pixel auf, wodurch das Panel bei einer Diagonale von 4,7 Zoll auf anständige 312 ppi kommt. Wer sich das rund 600 Euro teure Gerät zulegen will, hat die Qual der Wahl: Neben einer goldenen und einer silbernen Variante bietet Samsung auch noch ein eine blaue, eine weiße oder eine schwarze Version. Das Samsung Galaxy Alpha ist bereits bei Amazon vorbestellbar, ein genaues Auslieferungsdatum ist aber noch nicht bekannt.

Abschließend unsere Frage an euch: Was haltet ihr vom Galaxy Alpha? Der Fertigungsprozess ist ja schön und gut, ist der Preis eurer Meinung nach aber auch gerechtfertigt? Meinungen in die Kommentare!

[via Samsung Tomorrow]

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