Samsung Galaxy Note 7: Austauschprogramm in Deutschland gestartet [Update: Details zur Auslieferung]

Peter Hryciuk 16

Samsung hat vor wenigen Tagen einen weltweiten Verkaufsstopp für das Galaxy Note 7 ausgesprochen, nachdem bei den verbauten Akkus Probleme aufgetreten und einige Geräte beim Aufladen in Flamen aufgegangen sind. Nun können sich auch Käufer in Deutschland, die das Phablet bereits erhalten haben, für den Austausch anmelden.

Samsung Galaxy Note 7: Austauschprogramm in Deutschland gestartet [Update: Details zur Auslieferung]

Samsung Galaxy Note 7: Austauschprogramm gestartet

Update vom 07.09.2016, 12:30 Uhr: Samsung hat nun offiziell angekündigt, dass der Austausch des Galaxy Note 7 am 19. September beginnt. Ab diesem Zeitpunkt können Besitzer des Phablets ihr Gerät beim Händler oder Samsung umtauschen. Wer vorbestellt hat und noch nicht beliefert wurde, soll auch ab diesem Datum versorgt werden. Wer sich bereits bei Samsung zum Umtausch angemeldet hat, muss nichts weiter tun. Wer das noch nicht getan hat, sollte den Vorgang durchführen. Eine Entschädigung gibt es nicht.

Eine konkrete Warnung das Note 7 nicht mehr zu nutzen, spricht Samsung weiterhin nicht aus. Man empfiehlt aber den Austausch. Es ist nicht möglich festzustellen, ob der eigene Akku betroffen ist, deswegen werden tatsächlich alle Geräte ausgetauscht. Es ist nur das Note 7 von dem Akku-Problem betroffen.

Originalartikel vom 05.09.2016:

Nachdem Samsung das Austauschprogramm des Galaxy Note 7 vor wenigen Tagen in den USA gestartet hat, hat man nun eine Hotline (06196 - 934 0 262) und ein Webformular für Deutschland eingerichtet. Ab sofort können Besitzer des Galaxy Note 7 das High-End-Phablet zum Austausch beim Hersteller anmelden. In den kommenden Wochen möchte Samsung die bereits ausgelieferten Geräte austauschen und so die potenziell gefährlichen Smartphones aus dem Verkehr ziehen. Dazu benötigt das Unternehmen den Namen, die Adresse, eine Telefonnummer und die EMEI oder Seriennummer des Note 7.

Während für die Kunden in den USA bereits kleinere Entschädigungen wie ein 25-Dollar-Gutschein oder eine 128-GB-Speicherkarte in Aussicht gestellt wurden, ist in Deutschland davon keine Rede. Es gibt auch nicht die Möglichkeit auf ein Galaxy S7 oder Galaxy S7 edge zu wechseln und sich den Differenzbetrag auszahlen zu lassen. Der Austausch wird zudem wohl einige Wochen dauern, immerhin muss man sicherstellen, dass die neuen Geräte mit sicheren Akkus ausgeliefert werden.

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Kosten in Milliardenhöhe für Samsung erwartet

Die Kosten für den Austausch in Deutschland dürften sich in Grenzen halten. Der Verkauf sollte erst am 2. September starten, wurde an diesem Tag aber weltweit gestoppt. Trotzdem hat Samsung schon einige Geräte ausgeliefert und wird diese in den kommenden Wochen austauschen. Insgesamt soll Samsung aber bereits über 2,5 Millionen Galaxy Note 7 ausgeliefert haben. Laut südkoreanischen Medien könnte Samsung der Austausch aller Phablets bis zu 1,2 Milliarden Dollar kosten. Das Unternehmen hofft, dass der Austausch aller bisher ausgelieferten Geräte spätestens bis zum März 2017 abgeschlossen ist. Durch die Verzögerung des Verkaufs entgehen Samsung natürlich ebenfalls Einnahmen.

Fraglich ist zudem, ob das Interesse am Note 7 durch diesen Fehler weiterhin so groß ausfällt, wie zuvor erwartet und ob das Image von Samsung keinen bleibenden Schaden genommen hat. Auch das könnte sich auf zukünftige Modelle und Verkaufszahlen auswirken.

Quelle: Samsung Mobile Deutschland auf Facebook via heise

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