Samsung: Galaxy-Smartphone mit Wraparound-Display kommt 2014 [Gerücht]

Andreas Floemer

Das Nachrichtenportal Bloomberg will aus zwei unterschiedlichen Quellen in Erfahrung gebracht haben, dass Samsung derzeit ein Smartphone in der Entwicklung hat, das ein dreiseitiges Display besitzen soll. Es heißt, der flexible Screen schmiege sich um die Gehäuseseiten, sodass man Nachrichten auch auf der Seite lesen könne.

Dass Samsung an Smartphones mit flexiblen Screens arbeitet, ist uns seit geraumer Zeit bekannt, auf der CES 2013 wurde gar ein Prototyp mit gebogenem Display vorgeführt, das im Oktober präsentierte Galaxy Round kann als erstes Resultat betrachtet werden. Es dürfte aber erst der Anfang sein, denn der konkav geformte Screen und die Software des Galaxy Round bieten keinen sonderlich großen Mehrwert. Im nächsten Jahr dürfte es indes anders aussehen, denn Samsung hat bereits im Zuge des jüngst abgehaltenen Analyst Day deutlich gemacht, dass man 2014 mit der Entwicklung von Geräten mit entsprechender Technologie voranschreiten wolle.

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Nach Informationen, die Bloomberg vorliegen, scheint das nächste Smartphone mit gebogenem Display dem Konzept des Prototypen zu ähneln, der Anfang dieses Jahres zu begutachten war. So werden Teile des Displays um die Gehäuseseiten gelegt, damit man diese entweder zum raschen Einsehen von Nachrichten nutzen oder mit Apps oder Widgets belegen könne. Bei den Displays soll eine Weiterentwicklung der YOUM-Technologie zum Einsatz kommen, die bereits im Galaxy Round verwendet wird.

Samsung hüllt sich bezüglich dieser Gerüchte um kommende Geräte selbstredend in Schweigen, allerdings hat das Blog UnwiredView eine Reihe an Skizzen ausfindig machen können, die Bestandteil eines jüngst eingereichten Patentantrags von Samsung sind. Aus diesen geht hervor, wie Samsungs nächstes Phone mit gebogenem Display geformt sein – und wie die seitlichen Displayelemente genutzt werden könnten:

Beispielsweise könnten Slide to Lock/Unlock oder die Akku-Kapazität bzw. der Ladestatus permanent angezeigt werden.

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Schnellnavigation für das Adressbuch, oder zum springen von Kapitel zu Kapitel in einem E-Book.

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Anzeige von Daten, die im Zwischenspeicher abgelegt sind und die man gegebenenfalls mit Dritten teilen möchte.

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Sortieren von Fotos in der Galerie-App nach Datum und Ordnern, auch die Navigation per Seitenleiste mittels verschiedener Gesten und Drehbewegungen ist denkbar.

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Anzeige von Dateianhängen und ihrer Größe im Posteingang.

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Diese Software-Features wirken schon interessanter als das, was das Galaxy Round zu bieten hat, allerdings sind dies in erster Linie Konzepte – inwiefern sie sich in die Praxis umsetzen lassen und ob sie dann funktionieren, wie erhofft, steht auf einem anderen Blatt. Samsung hat allerdings nach eigenen Angaben derzeit einen Großteil der hauseigenen Entwicklungsabteilung darauf angesetzt, intensiv an der Software zu feilen – es ist davon auszugehen, dass neben TouchWiz auch diese neuen Eingabemethoden auf dem Plan stehen.

Laut Bloomberg wird das erste Smartphone mit dieser neuen Displaytechnologie wohl erst in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Was denkt ihr – wird sich so etwas durchsetzen, sofern die Software einen Mehrwert bietet?

Übrigens sind Samsung und LG nicht die einzigen, die an flexiblen Displaytechnologien für Smartphones entwickeln. Der japanische Hersteller SEL, der hierzulande weniger bekannt ist, hat auch so etwas in petto. Die Displays sollen sowohl für Smartphones aber auch für Wearables wie beispielsweise Smartwatches eingesetzt werden können:

Quellen: Bloomberg; Unwired View, USPTO

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