Bekanntlich besitzt die Samsung Gear Fit ein Gehäuse, welches sich dank der rundlichen Form an das das Handgelenk des Nutzers schmiegt. Um dies realisieren zu können, mussten neben dem flexiblen OLED-Display auch einige Komponenten im Inneren angepasst werden - so besitzt die Gear Fit einen neuartigen gebogenen Akku, wie in einem Teardown von iFixit kürzlich festgestellt worden ist. Samsung hat den Akku selbst nun ebenfalls offiziell vorgestellt und kündigte an, in Zukunft noch weitere Wearables mit den krummen Kraftspendern ausstatten zu wollen.

 

Samsung Electronics

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Einen gebogenen Akku zu bauen ist alles andere als eine leichte Aufgabe: Tatsächlich hat Samsung beim Galaxy Round, dem ersten Seriengerät mit gebogenem Display, trotz des krummen Gehäuses einen normalen flachen Akku verbaut. Das war natürlich keine optimale Lösung, denn durch die Bauweise war Samsung dazu gezwungen, den Akku recht schmal zu halten und konnte daher nur eine vergleichsweise geringe Kapazität bieten.

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Mit den neuen gebogenen Akkus soll sich dieser Umstand allerdings ändern und der Akku der Gear Fit kann mit 210 mAh Kapazität trotz geringer Größe und gebogener Bauform eine für Smartwatches ausreichende Leistung bieten. Dank des Teardowns von iFixit, welcher der Gear Fit aufgrund einfacher Zugänglichkeit aller Komponenten eine gute Reparierbarkeit bescheinigte, konnte man bereits zuvor einen Blick auf Samsungs gebogenen Akku werfen.

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Die Laufzeit der neuen Akkus in Verbindung mit einem Wearable Device soll laut Samsung sogar fünf Mal höher sein als es bisher der Fall ist. Wenn der Hersteller damit die erste Galaxy Gear meint, dürfte dies für die Laufzeit der Gear Fit fünf statt nur einen Tag bedeuten. Im Zusammenspiel mit den kürzlich von Ineda Systems vorgestellten Prozessoren, die Wearables mit bis zu einem Monat Laufzeit ermöglichen sollen, könnten die Smartwatches der Zukunft deutlich ausdauernder werden.

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Samsung ist hierbei im Übrigen nicht das erste Unternehmen, welches an unterschiedlichen Formaten für Akkus arbeitet. So kam beim LG G2 (Test) bereits ein Akku mit besonderer, an das Gehäuse angepasster Bauform zum Einsatz. Dieser ist zwar nicht gebogen, ermöglicht aber aufgrund der recht unorthodoxen stufenförmigen Struktur eine optimale Ausnutzung des abgerundeten Gehäuses. Da viele Hersteller aktuell auf eine abgerundete Rückseite setzen, könnte bei Geräten, bei denen ohnehin auf einen wechselbaren Akku verzichtet wird, durch eine Weiterentwicklung von gebogenen Akkus der Platz besser ausgenutzt werden.

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Den ersten echten gekrümmten Akku besaß tatsächlich ebenfalls ein Gerät aus dem Hause LG, nämlich das LG G Flex, zusammen mit einem Gehäuse, welches sich anders als beim Galaxy Round sogar zu einem gewissen Grad verbiegen lässt. Es bleibt abzuwarten, wie Samsung die Technologie im Vergleich zur Konkurrenz in Zukunft nutzen wird. Gerade für Wearables könnte dies die Möglichkeiten bei der Geräte-Konzeption erweitern.

Welchen Formfaktor bevorzugt ihr bei Wearables - das klassische Uhrenformat wie bei der Moto 360 oder doch gebogen wie bei der Gear Fit? Meldet euch in den Kommentaren zu Wort.

Quelle: Koreaherald, iFixit [via The Droid Guy], Bildquelle: CNET

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Tuan Le
Tuan Le, GIGA-Experte.

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