Insgesamt stehen rund 8 Milliarden US-Dollar im Raum – für die Führungsebene von Harman eine angemessene Summe. Doch diverse Aktionäre sehen die Firma unter Wert verkauft und reichten daher eine Sammelklage gegen die Übernahme durch Samsung ein.

Der Vorwurf geht hauptsächlich in Richtung Dinesh Paliwal, CEO von Harman, dem vorgeworfen wird, bei den Verhandlungen mit Samsung nicht im Interesse des Unternehmens gehandelt zu haben. Doch auch der Aufsichtsrat ist Bestandteil der Klage und muss sich vor Gericht verantworten. Die Aktionäre sind der Ansicht, dass die vereinbarte Kaufsumme von 8 Milliarden US-Dollar weit unter dem tatsächlichen Marktwert von Harman liegt. Daraus resultiere ein finanzieller Schaden für alle Teilhaber, so die Begründung für die eingereichte Klage.

Ebenfalls zur gerichtlichen Debatte steht die Vereinbarung mit Samsung, keine alternativen Käufer in Betracht zu ziehen. Der Aufsichtsrat samt CEO ist zwar dazu befugt, solche Verhandlungen zu führen, dabei muss jedoch immer das Wohl der Firma und somit der Aktionäre im Vordergrund stehen. Zudem ist für den Verkauf eine mehrheitliche Zustimmung aller Teilhaber erforderlich. Ein entsprechendes Treffen ist für das laufende Quartal vorgesehen. Aufgrund der durch die Klage zum Ausdruck gebrachten Unzufriedenheit ist natürlich unklar, wie dieses verlaufen wird. Allerdings ist auch nicht bekannt, wie viele Aktionäre sich der Sammelklage angeschlossen haben.

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Samsung bekommt mit Harman einen Fuß in die Tür zum Automobilmarkt

Im Geiste dürfte Samsung bereits durchgegangen sein, zu was der Konzern mit Harman International Industries imstande wäre. Dass der Tech-Hersteller die eigenen Smartphones künftig mit hochwertigen Sound-Chips ausstatten kann, ist dabei kaum der Rede wert. Natürlich sind namhafte Tochterfirmen wie AKG, Harman Kardon, Infinity und JBL innerhalb des südkoreanischen Konzerns gern gesehen, doch war die Navigationssparte samt Kontakte zur Automobilbranche der ausschlaggebende Faktor. Die 8 Milliarden US-Dollar schwere Investition soll, so die Gerüchte, in einem Konkurrenten für Android Auto und Apples CarPlay münden.

Trotz der Klage ist zu erwarten, dass die Übernahme in den kommenden Monaten über die Bühne gehen wird. Es könnte aber sein, dass Samsung etwas tiefer ins Portemonnaie greifen muss. Die aktuelle Vereinbarung sieht 112 US-Dollar pro Aktie vor – das waren zum Zeitpunkt der Verkündung im November letzten Jahres 28 Prozent über Wert und 37 Prozent über dem vorangegangenen Monatsdurchschnitt.

Quelle: Harman, ZDNet via SamMobile

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