Nachdem der südkoreanische Smartphone-Primus bereits im letzten Quartal einen Gewinnrückgang zu verzeichnen hatte, sieht es im dritten Quartal dieses Jahres ähnlich aus. Samsung veröffentlichte am gestrigen Montag in Form einer Vorabmitteilung neue vorläufige Zahlen, demzufolge das Unternehmen einen Gewinneinbruch um bis zu 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal verschmerzen muss.

 

Samsung Electronics

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Samsung geht es zwar weiterhin prächtig, dennoch sehen die Zahlen für das dritte Quartal 2014 bei weitem nicht so gut aus wie die aus dem Vorjahreszeitraum. Den Angaben des südkoreanischen Herstellers zufolge, hat das Unternehmen in vergangenen dritten Quartal einen operativen Gewinn von etwa 3,9 bis 4,3 Billionen koreanischen Won, umgerechnet etwa 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro, einfahren können. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, in dem man 10,6 Billionen Won einnehmen konnte, entspricht es einem Rückgang von 57,8 bis 61,8 Prozent.

Nicht nur der operative Gewinn ist im Minus, auch der Umsatz des Unternehmens bewegt sich nach unten: So erwartet der Elektronikgigant, dass dieser im dritten Quartal bei etwa 47 Billionen koreanischen Won liegen wird, nach 59,1 Billionen im dritten Quartal 2013. Damit machte Samsung im vergangenen Quartal 20 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr.

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Samsungs Erläuterungen zufolge liege diese Tendenz nicht an schlechteren Absatzzahlen – diese seien laut Hersteller weiterhin stabil. Allerdings würden die Gewinnmargen aufgrund höherer Marketingkosten und sinkender Gerätepreise zurückgehen – insbesondere bei den Oberklasse-Smartphones. Konkrete Smartphone-Verkaufszahlen nannte der Hersteller jedoch nicht. Analysten vermuten, dass der späte Start des Note 4 und die mutmaßlich schlechten Verkaufszahlen des Galaxy S5 den Umsatz Samsungs trübten. Selbst der Hersteller schlägt für das kommende Quartal einen verhaltenen Ton an.

Es bleibt selbstredend abzuwarten, wie sich die nächsten Monate für Samsung entwickeln. Zwar profitiert Samsung vom iPhone 6, denn 30 Prozent der Apple A8-Prozessoren kommen aus Südkorea, zudem soll auch die Folgegeneration, der Apple A9-Chip, aus dem Hause Samsung stammen. Zum anderen hat Samsung bereits eine Reihe weiterer Geräte in der Pipeline: Das erwähnte High End-Phablet Galaxy Note 4 wird in Kürze flächendeckend erhältlich sein, zum anderen wird Samsung voraussichtlich eine weitere Geräte-Reihe in Form der Galaxy A-Serie vorstellen, die sich in erster Linie durch ein Unibody-Alugehäuse auszeichnen sollen. Ob die neue A-Reihe letztlich auf positive Resonanz stoßen wird, ist ungewiss.

Quellen: Samsung, Cnet, WSJ