Samsung hat das Patent auf eine runde Smartwatch zugesprochen bekommen, die sich mittels eines Rings um das Display (Lünette) steuern lässt. Das schon im vergangenen Jahr beantragte Patent bestärkt Gerüchte vom Sommer, nach denen die Koreaner an einer komplett runden Smartwatch arbeiten.

Bislang lassen sich Smartwatches vornehmlich über ihren Touchscreen steuern, manche Modelle bieten rings um ihn herum angeordnet diverse Buttons und Apple hat an seiner Uhr zudem die Aufzugkrone als Bedienelement für Zoom und Scrolling demonstriert. Eine weitere Methode hat sich nun Samsung patentieren lassen: Mittels eines drehbaren Rings, der um das Gehäuse einer runden Smartwatch angebracht ist, können auf dem Display dargestellte Informationen neu arrangiert werden. Bei traditionellen Uhren dient diese Lünette etwa dazu, Zeiten zu markieren oder bei der Pulsmessung zu unterstützen.

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Konkret bezieht sich das Patent, das Samsung schon 2013 beantragt hatte, auf die Repräsentation von Terminen als Kreisdiagramm, in dem jeder Termin als ein seiner Länge entsprechend großes Teil dargestellt wird. Der Ring zur Bedienung wird nur in einigen Unterpunkten erwähnt. Er soll dazu dienen, die einzelnen Teile des Kreisdiagramms neu anzuordnen. Wie er darüber hinaus funktionieren wird – ob Samsung etwa an einem für runde Displays optimierten Interface für sein Betriebssystem Tizen arbeitet – ist nicht bekannt.

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Sich eine innovative Idee im Rahmen eines eigentlich unscheinbaren Patents zu sichern, hat übrigens Methode: Da der Volltext des Patents erst mit seiner Bestätigung veröffentlicht wird, hat die Konkurrenz keine Möglichkeit, sich ein ähnliches Patent in anderem Ländern und Märkten attestieren zu lassen. Und wer würde hinter der Bezeichnung „Methode und Gerät, einen Terminplan auf einem Wearable darzustellen“ – so der offizielle Titel des Patents – schon ein neuartiges Bedienkonzept vermuten?

Quelle: Patentscope [via Sammobile, Galaxyclub.nl]