Samsung-Quartalszahlen: Gewinn bricht um 30 Prozent ein

Philipp Gombert 7

Das ursprünglich hochgelobte Galaxy Note 7 bescherte Samsung ein Unwetter. Explodierende Akkus zwangen das Unternehmen zum Produktionsstopp. Die Auswirkungen auf den Gewinn sind schwerwiegend — das zeigen die Zahlen zum dritten Quartal 2016.

Samsung-Quartalszahlen: Gewinn bricht um 30 Prozent ein
Bildquelle: Flickr/Samsung Newsroom.

Lee Jaeyong wird zum ausführenden Vorstandsdirektor bei Samsung befördert. Eigentlich nebensächlich, doch wird mit Spannung erwartet, wie er das südkoreanische Unternehmen wieder in die Spur bringt. Mit dem Galaxy Note 7 leistete man sich einen kritischen Fehler, der nicht nur potenzielle Kunden des Unternehmens abschreckt, sondern auch drastische Auswirkungen auf den Gewinn hat.

Explodierende Akkus führten letztendlich zum Produktionsstopp des Note 7. Dementsprechend ist insbesondere der Bereich IT und mobile Geräte schuld an dem Gewinneinbruch. Im zweiten Quartal 2016 war die Sparte noch für mehr als die Hälfte des Konzerngewinns verantwortlich, mit 80 Millionen Euro ist dem mittlerweile nicht mehr der Fall. Insgesamt verzeichnete Samsung einen Gewinneinbruch von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Gewinn liegt damit bei umgerechnet 4,2 Milliarden Euro — 1,77 Milliarden Euro weniger als im dritten Quartal 2015. Auch der Umsatz sank um 7 Prozent auf 38,5 Milliarden Euro.

Andere Bereiche laufen gut

Dabei kann Samsung von Glück reden, dass man in der mobilen Sparte breit aufgestellt ist und auch übrige Bereiche Unternehmens weiterhin gut laufen. Das Note-7-Desaster schlägt sich damit zwar recht deutlich in den Quartalszahlen nieder, grundsätzlich hätte es Samsung aber auch härter treffen können, zumal sich das Galaxy S7 (edge) weiterhin konstant gut verkauft. Nennenswert ist die Sparte um Logik- und Speicherchips, die mit 2,72 Milliarden Euro für knapp zwei Drittel des Gesamtgewinns einen Erfolg darstellt. Auch die Zukunftspläne sind in dieser Hinsicht vielversprechend: Samsung wird als erster Halbleiterhersteller Prozessoren im 10-nm-Verfahren herstellen.

Quelle: Samsung via Handelsblatt

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