Samsung setzt den Rotstift an: 10.000 Mitarbeiter müssen gehen [Update]

Andreas Floemer 6

Samsung zieht weitere Konsequenzen, um dem schwächelnden Smartphone-Geschäft entgegenzuwirken. Der Hersteller soll in den kommenden Monaten 10 Prozent seiner im Hauptquartier in Südkorea tätigen Mitarbeiter entlassen.

Samsung setzt den Rotstift an: 10.000 Mitarbeiter müssen gehen [Update]
Update vom 10. September 2015: Bloomberg und Hankyung scheinen mit ihrem Bericht nicht ganz korrekt gewesen zu sein. Ein hochrangiger Samsung-Mitarbeiter gab gegenüber dem Online-Portal Yonhap-News zu Protokoll, dass man aktuell nicht in Erwägung ziehe, Mitarbeiter zu entlassen. Man plane indes Angestellte zu versetzen. Was dies konkret für die Mitarbeiter bedeutet, geht aus dem Statement nicht hervor.

Samsungs aktuelle Galaxy-Reihe kommt nicht so gut an, wie es sich der Hersteller erhofft hat. In den vergangenen Quartalen musste der Branchenprimus in Sachen Umsatz und Verkaufszahlen Federn lassen, wenngleich das südkoreanische Unternehmen weiterhin besser aufgestellt ist als das Gros der Konkurrenz. Um der andauernden Abwärtsspirale proaktiv zu begegnen, soll Samsung laut eines Berichts des Wirtschaftsmagazins Korea Economic Daily planen, etwa 10.000 der im Hauptquartier 98.999 tätigen Mitarbeiter (Stand: 30. Juni 2015) zu entlassen.

Samsung Galaxy Note 5 im Hands-On.

Vor allem Angestellte aus den Bereichen des Finanz- und Personalwesens sowie der Öffentlichkeitsarbeit sollen dem Rotstift zum Opfer fallen. Da Südkorea die Rentengrenze ab 2016 auf 60 Jahre anhebt, soll Samsung dem Bericht zufolge offenbar noch in diesem Jahr „Senior Manager“ entlassen – die bisherige Rentenaltersgrenze in Südkorea liegt bei 55 Jahren. Zusätzlich zu dieser Entlassungswelle plane Samsung Einsparungen in Höhe von 50 Prozent bei allgemeinen Ausgaben.

Das südkoreanische Unternehmen hatte nach enttäuschenden Quartalszahlen bereits die Preise seiner aktuellen Flaggschiffe, Samsung Galaxy S6 und S6 edge, reduziert, um damit die Verkäufe anzukurbeln. Angesichts ausbleibenden Verlaufserfolgs und düsterer Prognosen für 2015 sah man sich offenbar gezwungen, weitere kostenreduzierende Schritte einzuleiten. Zudem hatte der Hersteller sein Galaxy Note 5, das aus unerfindlichen Gründen noch nicht für Europa angekündigt wurde, und das Phablet Galaxy S6 edge+, bereits im August enthüllt, um dem großen Widersacher Apple ein wenig zuvorzukommen – die nächste iPhone-Generation wird am 9. September enthüllt. Die Apple-Geräte dürften eine herbe Konkurrenz für Samsungs-Flaggschiffe darstellen.

Quelle: Hankyung, Bloomberg, Yonhap, via 9to5Google

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