Samsung vs. Apple: Trotz Niederlage kaum Imageverlust für die Koreaner

Amir Tamannai 9

Wir hatten es ja geahnt: Trotz der bitteren Niederlage im Patentstreit mit Apple vor einem kalifornischen Gericht und der damit verbundenen hochrichterlichen Bestätigung, dass Samsung in einigen Fällen von Apple abgekupfert hat, muss das koreanische Unternehmen kaum Imageverluste hinnehmen – dies beweist ein Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Samsung vs. Apple: Trotz Niederlage kaum Imageverlust für die Koreaner

Vor Gericht überführte Schwerenöter erfreuen sich normalerweise nicht gerade großer Beliebtheit beim Volk; ab und an gibt es aber Ausnahmen, in denen die Sympathien dennoch denen gelten, die von einer vielleicht nicht ganz so unparteiischen Justitia verurteilt wurden – so offensichtlich auch im Falle von Samsung: Trotzdem die Koreaner in den meisten Fällen der Plagiaterie für schuldig gesprochen wurden, liegt das Unternehmen Image-technisch weiterhin gleichauf mit Kläger Apple.

Eine Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt, wie sich das Ansehen von Samsung und Apple in den vergangenen Wochen entwickelt hat; dazu wurden täglich rund 5.000 Personen in den USA danach befragt, ob sie in den vergangenen zwei Wochen irgendetwas über Samsung und Apple gehört hätten und ob die positiv oder negativ gewesen wäre. Herausgekommen ist ein Grafik, die zwar zeigt, dass Samsungs Image kurz nach der Urteilsverkündung eingebrochen, inzwischen aber wieder gleichauf mit dem Apples liegt – zumindest bei den Tech-interessierte Early-Adaptors:

Weit vor Apple liegt Samsung in Sachen Ansehen sogar bei der wichtigen Konsumentengruppe der 18- bis 34-Jährigen – hier zeigt die Kurve seit Anfang September, vielleicht wegen der Sympathien für den „Verlierer“, vielleicht aber auch wegen den jüngst auf der IFA vorgestellten Produkten, wie dem Galaxy Note 2 und der coolen Galaxy Camera, ziemlich steil nach oben.

Also, alles gut für Samsung, sieht man einmal von akuten und drohenden Verkaufsverboten und Strafzahlungen ab – um ihr Ansehen müssen sich die Koreaner wegen der lästigen Apple-Geschichte aktuell zumindest keine Sorgen machen.

Und was lernen wir daraus? In der Tech-Welt scheinen die Dinge teilweise anders zu laufen, als beispielsweise in der Wissenschaft – ich wette, ein gewisser ehemaliger Verteidigungsminister würde sich sehnlichst wünschen, sein Image wäre trotz abgeschriebener Doktorarbeit im Nachhinein bei den 18- bis 34-Jährigen derart in die Höhe geschossen.

CNET [via TechnoBuffalo]

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