Zahlreiche angebliche Samsung-Akkus bei Amazon gefälscht

Tuan Le 20

Vorsicht beim Akku-Kauf: Wie das Magazin c’t aktuell berichtet, werden viele Käufer von Samsung-Akkus mit billigen Imitaten getäuscht. Besonders schockierend an der Nachricht ist der Umstand, dass nicht nur dubiose Online-Händler die Kunden täuschen, sondern auch beim Online-Versandhaus Amazon raue Mengen an gefälschten Produkten im Umlauf zu sein scheinen.

Zahlreiche angebliche Samsung-Akkus bei Amazon gefälscht

12 gekaufte Akkus, 12 Fälschungen – das ist die traurige Bilanz der Stichprobe, die das Magazin c’t beim Einkaufen von Samsung-Akkus auf Amazon schlussendlich verzeichnete. Im Test wurden dabei vier der angebotenen Akkus von Amazon selbst verkauft und versandt, die restlichen acht wurden von Drittanbietern vertrieben. Da sich sämtliche Akkus als Fälschung erwiesen, dürfte es in der Praxis jedoch wohl gar keine Rolle spielen, welchen Online-Händler man in Anspruch nimmt – die Gefahr einem billigen Imitat zum Opfer zu fallen, ist in jedem Falle enorm hoch.

Die Konsequenzen der Verwendung eines gefälschten Akkus können vergleichsweise harmlos sein und sich durch eine schnelle Reduzierung der Akkulaufzeit zeigen. Ebenso kann es jedoch – gerade im Zusammenspiel mit einem defekten Ladegerät – zu gefährlichen Kurzschlüssen oder in sehr seltenen Situationen sogar zu Explosionen kommen. Den meisten Kunden fällt dies beim Kauf laut c’t gar nicht auf, da diese vom Original nur schwer zu unterscheiden sind. Im Laufe der Zeit zeigt sich dann allerdings häufig, dass das Imitat eine weitaus schlechtere Akkulaufzeit bietet und nach einigen Monaten sogar völlig den Geist aufgibt. Die Kollegen von MobileGeeks haben 2013 einen nach wie vor aktuellen Bericht aus Shenzhen gedreht, der die Hintergründe der Fake-Akkus erläutert.

Gefälschte Smartphone-Akkus: Amazon und Samsung reagieren

Tatsächlich hat sich das Geschäft mit gefälschten Handy-Akkus zu einem großen Problem entwickelt: Während 2011 lediglich 7.000 Exemplare der Schwarzware beim Zoll beschlagnahmt worden sind, waren es 2014 satte 45.000. Ein probates Mittel scheint man bislang noch nicht dagegen gefunden zu haben: Amazon reagierte zwar auf Anfrage von c’t und gelobte, die Produkte demnächst genauer zu überprüfen, doch ob dies von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten. Auch Samsung reagierte in einem Statement bereits auf das Problem und wies darauf hin, dass bereits intensive Bemühungen bestehen, dem illegalen Handel entgegenzuwirken. Unter anderem arbeitet man etwa mit dem Zoll zusammen, um die betroffene Ware sicherzustellen.

Schließlich dürfte es kaum ein positives Licht auf Samsung werfen, wenn unwissende Kunden minderwertige Produkte mit dem Namen des Unternehmens in Verbindung bringen. Kunden sollten laut Samsung beim Kauf vorerst weiterhin ein genaues Auge auf die Ware werfen und vor allen Dingen die Verpackung inspizieren: Fehlt bei dieser die European Article Number (EAN) oder sogar überhaupt eine richtige Verpackung, sollte man die Ware unmittelbar zurückschicken.

Quelle: Heise via All about Samsung

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