Zu wenig Experten: Samsungs Sprachassistent „Bixby“ vor Stolpersteinen

Kaan Gürayer 3

Rückschlag für Samsung: Die Entwicklung des Sprachassistenten „Bixby“ geht nur schleppend voran. Jetzt soll sogar der Start der chinesischen und englischen Version verschoben worden sein. Offenbar fehlt es dem Konzern an fachkundigem Personal. 

Zu wenig Experten: Samsungs Sprachassistent „Bixby“ vor Stolpersteinen

Nach dem Misserfolg von S Voice wollte Samsung mit Bixby zum großen Konkurrenten Apple aufschließen und ebenfalls einen Sprachassistenten anbieten, der Samsung-Kunden das Leben erleichtern sollte. Im vollen Funktionsumfang lässt sich Bixby aber nur auf Koreanisch verwenden – und es scheint so, als würde diese Einschränkung bis auf Weiteres bestehen bleiben.

„Im Vergleich zu größeren Konkurrenten wie Amazons Alexa oder Apples Siri sind die linguistischen Fähigkeiten von Bixby noch immer unzufriedenstellend“, zitiert The Investor eine anonyme Industriequelle.

Zwar hat Samsung erst vergangene Woche in den USA ein Betaprogramm für Bixby gestartet, doch der offizielle Launch der englischen und chinesischen Version des Sprachassistenten soll vom Unternehmen bereits verschoben worden sein. Ein konkreter Zeitrahmen für den Start der beiden Versionen liegt noch nicht vor. Dem Vernehmen nach fehlt es Samsung vor allem an Datenexperten und Spezialisten für ausländische Sprachen.

„Wir arbeiten daran, die linguistischen Fähigkeiten zu verbessern, um einen KI-Assistenten anbieten zu können, der auch den Anforderungen unserer Nutzer gerecht wird“, so ein Samsung-Sprecher, ohne die Verzögerungen bei Bixby direkt zuzugeben.

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Verzögerter Deutschlandstart?

Sollte sich der Bericht über die Probleme bei der Lokalisierung von Bixby tatsächlich bewahrheiten, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch der Deutschlandstart des Sprachassistenten verzögern, der für das vierte Quartal 2017 vorgesehen war. Zunächst dürfte Samsung alle verfügbaren Ressourcen dafür einsetzen, den Launch der englischen und chinesischen Version über die Bühne zu bringen. Alle anderen Sprachen müssen sich wohl hinten anstellen.

Quelle: The Investor 

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