Samsung Galaxy S, Galaxy Note und Co. – so viel Speicher bleibt euch wirklich

Philipp Gombert 5

Samsung setzt seit den ersten Galaxy-S-Modellen auf Android mit der eigenen Benutzeroberfläche TouchWiz. Doch gilt die Software oft als überladen. Wie sich System und Bloatware auf den verfügbaren Speicher der Samsung-Smartphones auswirken, erfahrt ihr im zweiten Teil unserer Speicher-Reihe.

Samsung Galaxy S, Galaxy Note und Co. – so viel Speicher bleibt euch wirklich
Speicher-Special von GIGA ANDROID: In unserem Speicher-Special geben wir in mehreren Artikeln jeweils den verfügbaren Speicher verschiedener Smartphones eines Herstellers an. System und Bloatware nehmen ab Werk einen erheblichen Teil des Gesamtspeichers ein. Dabei sind die Werte von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

Samsung zeigte sich zuletzt unentschlossen. Nachdem man lange Zeit auf verschiedene Speichervarianten zwischen 8 GB und 32 GB inklusive microSD-Kartenslot setzte, entschied sich das Unternehmen mit der Galaxy-S6-Reihe für eine neue Richtung. Neben komplett verändertem Design und einer edge-Variante, strich Samsung den Steckplatz für die Speichererweiterung, präsentierte erstmals eine 64-GB- und 128-GB-Version und stieß damit bei vielen Nutzern auf Unverständnis. Mit der folgenden Flaggschiff-Reihe feierte man schließlich die Wiederkehr des verlorenen Sohnes und griff damit auf bewährte Lösungen zurück — das Galaxy S7 war keine Revolution, sondern die Weiterentwicklung eines ohnehin schon sehr guten Smartphones.

TouchWiz frisst Speicher

Überflüssige Features, gewöhnungsbedürftiges Design und unübersichtliche Einstellungen sind die größten Kritikpunkte der Samsung-Oberfläche. Zwar hat man die Software selbst im Laufe der Zeit verbessern können, doch stellt sich das System weiterhin als sehr speicherhungrig heraus. Im Vergleich zu Sony-Smartphones sind meist ab Werk bis zu 2 GB weniger Speicher verfügbar. System und Bloatware nehmen zwischen 5 GB und 14 GB Platz ein. Dabei konnte man mit neueren Geräten keine Verbesserung bewerkstelligen — ganz im Gegenteil. Die 32-GB-Varianten der Galaxy-S6- und S7-Modelle geben im Durchschnitt rund 7 GB an vorinstallierte Software ab, Ausführungen mit höherem Gesamtspeicher im Fall der Galaxy-S6-Geräte sogar noch mehr.

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Sony-Geräte effizienter

Im Vergleich zu Sony-Smartphones zieht Samsung zumindest in einer Hinsicht den Kürzeren. Zwar sind bei den Xperia-Geräten teils größere Abweichungen zwischen den einzelnen Smartphones zu beobachten, doch vor allem neuere Modelle der Z5– und Z3-Reihe drücken nur 5 GB oder 3 GB an vorinstallierte Software und Anwendungen ab. Obendrein blieb Sony der eigenen Strategie stetig treu und integrierte durchweg einen Steckpatz für microSD-Karten.

Zugleich verzichtete Samsung auch bei günstigeren Mittelklasse-Geräten auf kleine Speicher-Ausführungen mit 8 GB oder weniger. So verfügt selbst das Galaxy A3 (2015) über 16 GB internen Speicher. Sony integrierte dem vergleichbaren Xperia M4 Aqua nur 8 GB. Bei Letzterem bleiben damit nur 3 GB Raum für eigene Anwendungen und Dateien — eine microSD-Karte ist geradezu überlebensnotwendig.

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Persönliche Präferenz entscheidet

Ingesamt zeigt sich, dass Samsung-Smartphones aufgrund von TouchWiz und der vielen vorinstallierten Anwendungen dem Nutzer weniger freien Speicher lassen. Andererseits bietet Samsungs Android-Software einige Alleinstellungsmerkmale, die es in dieser Form in Stock-Android und anderen Herstelleroberflächen nicht gibt – nicht wenige Käufer dürften gerade wegen TouchWiz zu einem Samsung-Smartphone greifen. Am Ende müssen Nutzer also selbst entscheiden, ob ihnen freier Speicher oder zusätzliche Softwarefeatures wichtiger sind.

Hinweis: Alle Angaben ab Werk — Abweichungen durch Updates möglich.

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