Samsung im Interview: Darauf kommt es bei Gaming-Monitoren und SSDs an

Daniel Nawrat

Für das beste Erlebnis beim Zocken sind viele Faktoren entscheidend und die richtige Hardware ist definitiv einer davon. Gerade im Bereich der Gaming-Monitore gibt es inzwischen eine riesige Auswahl. Im Bereich der Festplatten hat sich ebenso einiges getan. Damit du nicht den Überblick verlierst und weißt worauf es wirklich ankommt, habe ich mit zwei Experten von Samsung über das Thema gesprochen.

Gaming der Superlative: Der 49 Zoll große CHG90 Gaming-Monitor von Samsung fällt vor allem durch sein ungewöhnliches 32:9 Seitenverhältnis auf. Erfahre im folgenden Video mehr über das Monstrum.

Samsung CHG90: 49" QLED Gaming Monitor.

Okay, ein derartiger Monitor ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache. Gerade was den Preis betrifft, sprengt dieses Gerät wohl einige Grenzen. Was hat Samsung jetzt also eigentlich mit Gaming zu tun? Tatsächlich bietet das Unternehmen bereits seit mehr als drei Jahren Monitore speziell für den Gaming Bereich an. Diese waren bisher jedoch primär in einem höheren Preissegment angesiedelt, so beispielsweise auch der im letzten Jahr veröffentlichte 49 Zoll große CHG90 Monitor. Dieser kostete ursprünglich nämlich satte 1.499 Euro.

Auf der diesjährigen gamescom machte Samsung klar, dass sie das nun ändern möchten. Parallel zu den High End-Monitoren möchten sie daher ebenso preiswertere Modelle anbieten, ohne dabei auf wichtige Features zu verzichten. Ich hatte während der Messe außerdem die Gelegenheit gleich mit zwei Experten von Samsung zu sprechen. Hierfür stand mir rund um das Thema Gaming-Monitore unter anderem Simon Winkler, Product Manager, Rede und Antwort. In Sachen Festplatten und insbesondere SSDs hat mich Marcel Binder, Technical Product Manager Marketing, über die neuesten Entwicklungen in dem Bereich aufgeklärt.

Du dachtest 1.499 Euro für einen Monitor wären schon viel? Wir haben nach Hardware gesucht, die wahrlich ein Vermögen kostet.

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Wer billig kauft, bezahlt zweimal! – Computer-Hardware, die ein Vermögen kostet.

Samsung Gaming-Monitore: Von der Nische zum Mainstream

Den Anfang macht dabei das Modell mit dem Namen CJG50. Dieser Monitor verfügt über ein sogenanntes Curved Display sowie eine Bildwiederholrate von 144 Hz und eine WQHD-Auflösung. Für viele fangen die Probleme bereits hier an – was bedeuten diese Daten genau und was davon brauche ich wirklich? Fangen wir also zunächst bei der Form des Monitors an. Grundsätzlich hast du jetzt keinen direkten Nachteil, wenn du dir einen herkömmlichen Monitor ohne ein gebogenes Display kaufst. In erster Linie entscheiden hier deine persönlichen Vorlieben. Gerade beim Spielen eignet sich ein Curved Display aber hervorragend, da die Immersion durch eine Wölbung enorm steigen kann. Außerdem sieht es extrem schick aus, findest du nicht?

Darauf solltest du beim Kauf eines Gaming-Monitors achten

Die nächsten beiden wichtigen Faktoren sind einerseits die Bildwiederholrate und andererseits die Auflösung. Üblicherweise findest du Monitore mit Bildwiederholraten zwischen 60 Hz, 120 Hz, 144 Hz oder sogar 165 Hz. Dabei sind laut Simon Winkler Monitore mit 144 Hz bereits mehr als ausreichend und ebenso zukunftssicher. In puncto Auflösung empfiehlt er außerdem eine WQHD-Auflösung, also 2560×1440 – inbesondere ab einer Bildschirmröße von 27 Zoll, da so ein deutlich schärferes Bild zustande kommt. Selbstverständlich kannst du aber ebenso zu 4K oder lediglich Full HD greifen. Es kommt immer darauf an, wie leistungsfähig deine Hardware tatsächlich ist und welche Spiele du bevorzugt zockst. Bei Fortnite wäre beispielsweise ein schneller Full HD Monitor mit 144 Hz die richtige Wahl. Ein Assassin’s Creed Odyssey hingegen möchtest du dafür womöglich in knackiger 4K-Grafik genießen und nimmst dafür FPS Einbußen in Kauf.

Gaming-Monitore: TN, IPS oder VA?

Mit einer UVP von 429 Euro scheint es sich beim CJG50 also um ein ziemlich gut ausgestattetes Einsteigermodell zu handeln. Neben grundlegenden Dingen wie der Größe, der Auflösung und der Bildwiederholrate, gibt es aber noch eine Reihe weiterer Aspekte, die du vor einem Kauf beachten solltest. Das fängt bei der Art des Panels an: TN, IPS oder VA? Hierbei handelt es sich ganz einfach um die Bauart des Displays, von denen jede sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Du spielst primär kompetitive Games, in denen Geschwindigkeit das A und O ist? In diesem Fall wäre ein TN-Panel (Twisted Nematic) mit seiner extrem hohen Reaktionszeit die beste Wahl, zumal sie oftmals verhältnismäßig günstig sind. Möchtest du das genaue Gegenteil und es geht dir vor allem um schöne Grafik? In diesem Fall wäre ein IPS-Panel (In-Plane Switching) zu empfehlen, das sich durch seine hohe Blickwinkelstabilität und Farbgenauigkeit auch bestens für Foto- und Grafikbearbeitung eignet.

Du kannst dich nicht entscheiden? Samsung scheint an dich gedacht zu haben, da sich in ihrem neuen Monitor ein VA-Panel (Vertical Alignment) befindet. Dieses stellt praktisch einen Kompromiss aus den beiden anderen Panels dar. Es bietet also verhältnismäßig flotte Reaktionszeiten und ebenso entsprechende Qualität bei der Bilddarstellung. Wer bereits Erfahrungen mit sogenanntem Screen-Tearing gemacht, für den könnte ein weiteres Feature entscheidend sein: die Rede ist von AMDs FreeSync oder Nvidias G-Sync. Dabei funktionieren beide Technologien auf eine sehr ähnliche Art und Weise. Durch die softwarebasierte Synchronisation der GPU und des Monitors sollen unschöne Artefakte vermieden werden. Leider verfügt der CJG50 weder über FreeSync noch über G-Sync, was dafür jedoch dem Preis zugute kommt. Ab dem dritten Quartal 2018 soll das Modell dann erhältlich sein.

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Warum du eine SSD haben solltest

Ich konnte außerdem mit Marcel Binder, einem absoluten SSD-Experten, sprechen. Inzwischen ist diese Art von Speicher ja kaum mehr wegzudenken und stellt für die meisten somit einen festen Bestandteil ihres Gaming-Rechners dar. Durch die stets sinkenden Preise, wird es auch immer erschwinglicher auf Solid State Drives umzusteigen. Was sind jetzt aber die konkreten Vorteile und gibt es wichtige Unterschiede? Im Vergleich zu herkömmlichen HDDs (Hard Disk Drive) sind SSDs etwa fünf- bis sechsmal schneller. Dadurch fährt dein Rechner in nur wenigen Sekunden hoch und sämtliche Programme starten wesentlich schneller. Natürlich können die Geschwindigkeiten variieren, je nachdem welche Art von SSD bei dir zum Einsatz kommt.

Marcel Binder erklärt nämlich, dass es innerhalb von SSDs noch mal enorme Unterschiede gibt. Samsung ist beispielsweise für ihre extrem schnellen NVMe-SSDs bekannt. Diese werden über die PCIe-Schnittstelle betrieben und bieten im Gegensatz zu regulären SATA-SSDs deutlich höhere Datenübertragungsraten –  bis zu sechsmal mehr, um genau zu sein. Insbesondere Rollenspiele wie beispielsweise The Witcher 3 erreichen in so einem Fall deutlich kürzere Ladezeiten. Solltest du außerdem regelmäßig Gameplay aufzeichnen während du zockst, so profitierst du umso mehr von derart hohen Schreibgeschwindigkeiten. Da kam bei mir natürlich die Frage auf, ob HDDs in absehbarer Zeit aussterben würden. In dieser Hinsicht konnte mich Marcel Binder aber beruhigen, da traditionelle Festplatten als Massenspeichermedium immer noch ihren Platz haben. SSDs hingegen sind primär für Anwendungen und Spiele gedacht – beide haben also nach wie vor ihre Daseinsberechtigung.

Du hast vor, dir deinen eigenen PC zu bauen oder ihn mit einer SSD aufzurüsten? Hier sind einige wertvolle Tipps, bevor es losgehen kann.

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Worauf achtest du beim Kauf von Monitoren und was ist dir wichtiger: mehr FPS oder schöne 4K-Grafik? Wie würde dein Traum-Monitor aussehen? Wie steht es bei dir um Festplattenspeicher? Verwendest du bereits SSDs oder setzt du noch auf die klassische HDD? Schreib mir dazu doch gerne in die Kommentare.

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