Warum Samsung vollkommen zurecht die Nummer 1 ist [Kommentar]

Kaan Gürayer 63

Wer einsam an der Spitze steht, wird gleichermaßen bewundert wie gehasst. Samsung kann davon ein besonderes Liedchen singen. Dabei haben sich die Südkoreaner den Erfolg redlich verdient – und sind vollkommen zurecht die Nummer 1. 

Wollt ihr ein gut gehütetes Geheimnis hören? GIGA ANDROID ist käuflich! Die Hersteller müssen nur mit genügend 500-Euro-Scheinen vor unserer Nase herumwedeln und schon hauen wir in die Tasten und schreiben alles, was sie sich wünschen.

Das war natürlich nur ein Witz. Wie in jeder augenzwinkernden Bemerkung steckt aber auch hier ein Fünkchen Wahrheit. Denn es ist ja so: Loben wir mal einen Hersteller, wird uns direkt vorgeworfen, von ihm gekauft zu sein. Ergo könnten wir uns eine Menge Hate sparen, wenn wir einfach auf diesen Kommentar verzichten würden – aber es wäre nicht ehrlich. Die kürzliche Vorstellung des Galaxy Note 7 hat nämlich einmal mehr gezeigt, wie weit Samsung den meisten seiner Konkurrenten mittlerweile entwichen ist und vollkommen zurecht die Krone im Smartphone-Business trägt.

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Gerade finden bekanntermaßen in Rio die Olympischen Sommerspiele 2016 statt. Wäre Samsung ein Turmspringer, um mal einen plastischen Vergleich zu ziehen, würde man ihn ausschließlich dafür kritisieren, weil sein rechter Fuß beim Eintritt ins Wasser drei Zentimeter zu weit absteht. Das kann man natürlich machen – nur sollte man dann auch so fair sein und zugeben, dass andere Turmspringer gar nicht erst im Schwimmbecken landen, sondern mit voller Wucht 30 Meter weiter auf dem Beton aufschlagen.

Kritik an Samsung ist heutzutage nur noch Kritik an der B-Note. Die „Basics“ hingegen, also worauf es wirklich beim Bau von Smartphones ankommt, hat Samsung mittlerweile bravourös drauf. Neben Apple wie vielleicht kein anderer Hersteller.

Samsung zeigt sich lernfähig

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Natürlich ist Samsung nicht als erstklassiger Smartphone-Hersteller auf die Welt gekommen. Wir alle erinnern uns noch die „Plastikbomber“ mit ruckelndem TouchWiz, die neben der Konkurrenz – insbesondere dem iPhone – wie ein schlechter Witz aussahen. Der Punkt ist aber: Samsung hat sich lernfähig gezeigt und Stück für Stück gebessert. Denn es geht im Leben gar nicht darum, keine Fehler zu machen – das ist vollkommen unrealistisch. Wichtig ist, aus den Missgeschicken zu lernen. Genau das hat Samsung in den vergangenen Jahren getan. Beispiele gefällig?

Samsung wurde jahrelang wegen den billig wirkenden Kunststoffgehäusen seiner Spitzenmodelle kritisiert. Seit 2015 besitzen alle Oberklasse- und Mittelklasse-Modelle des Herstellers aber entweder ein Glas- oder Metallgehäuse. Jahrelang wurde der Hersteller ebenso wegen der Flut an Features kritisiert, die sich am Ende stets nur als nutzloses Gimmick herausgestellt haben. Seit dem Galaxy S6, spätestens aber seit den diesjährigen Flaggschiffen ist diese Unart endgültig Geschichte.

Eine gefühlte Ewigkeit wurde Samsung auch wegen TouchWiz kritisiert, da die Android-Software des Herstellers immer mit Rucklern zu kämpfen hatte und ein optischer Horror war. Und heute? Nicht mal die diplomatische Standard-Phrase, dass man über TouchWiz „geteilter Meinung“ sein kann, trifft mehr zu.

Über TouchWiz kann man nicht mehr geteilter Meinung sein. Die Software ist schnell, erweitert Android um praktische Zusatzfunktionen und wenn einem der Look nicht gefällt, steht der Theme Store zur Verfügung. Seit kurzem unterstützt der Theme Store sogar Icon Packs von Drittanbietern. Jetzt mal ehrlich: Was kann man sich denn als Android-Enthusiast mehr wünschen?

Welcher Hersteller reagiert so schnell auf Kundenwünsche?

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Wie schnell Samsung tatsächlich lernen kann, zeigen die Galaxy-S6-Modelle aus dem vergangenen Jahr. Dort musste sich Samsung den Vorwurf gefallen lassen, dass der geliebte microSD-Kartenslot dem Rotstift zum Opfer gefallen ist und die Geräte außerdem nicht mehr wasser- und staubdicht seien. Was ist passiert? Ein Jahr später hatten Galaxy S7 und Galaxy S7 edge wieder die gewünschten Features an Bord. Zeigt mir mal einen anderen Hersteller, der so zügig auf Kundenwünsche reagiert!

Nun ist auch bei Samsung nicht alles Gold, was glänzt. Das Unternehmen könnte gerne Android-Updates schneller ausrollen oder unnütze App-Doppelungen à la S-Planer, S-Voice und dergleichen zurückfahren. Doch es kommt auf die Relation an. Angesichts der Tatsache, dass die Konkurrenz leider regelmäßig Totalausfälle vorzuweisen hat, kann man bei solchen Kleinigkeiten gut und gerne beide Augen zudrücken.

In diesem Sinne: Wir gratulieren euch, Samsung, für eure hervorragende Arbeit!

PS: Und natürlich Danke für die 750.000 Euro Bestechungsgeld!

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