Viele von euch werden sich vielleicht noch an das knapp 80 Millionen Dollar schwere Desaster namens Phantom erinnern. Es ist der Treppenwitz der Gaming-Geschichte schlechthin, ein unheilvoll leuchtendes Mahnmal für alle Start Ups mit „sportlichen Zielen“. Der Phantom Game Receiver wurde 2002 angekündigt und sollte laut Unternehmen die komplette Branche und unsere Kaufgewohnheiten gleich mit revolutionieren. Auf dem Phantom sollten nämlich PC Spiele laufen, die über eine Breitband-Verbindung gestreamt und zudem auch online gekauft wurden. Das war damals absolutes Neuland (Steam ging Ende 2003 an den Start). Heute wissen wir, dass diese Idee an sich verdammt gut war. Immerhin hat mittlerweile jeder Publisher seine eigene Online-Plattform und die neue PlayStation 4 wird dem Streaming sehr hohe Bedeutung beimessen. Allerdings nahm es das kleine Unternehmen zu diesem Zeitpunkt ganz allein auf sich, dass Zeitalter der Online-Distribution einzuläuten und dabei auch noch den ersten Streaming-Dienst zu etablieren. Ein Unterfangen, an dem selbst OnLive aktuell noch ganz schön zu knabbern hat. Das Projekt Phantom Game Receiver riss ein gewaltiges Loch in die Kassen der Firma und wurde schließlich eingestellt.

 

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Ehrliche Publisher-Slogans: Weißt du, um wen es geht?