Sony Ericsson neo V: Neues Android-Smartphone ist ein Kamera-Downgrade

Frank Ritter 4

Wer das Xperia neo bereits sein Eigen nennt, kann ab hier aufhören zu lesen, denn das justamente von Sony Ericsson vorgestellte neo V ist im Grunde das gleiche Gerät. Mit einer Ausnahme: Der schlechteren Kamera.

Sony Ericsson neo V: Neues Android-Smartphone ist ein Kamera-Downgrade

Das neo V ist in Sachen Formsprache und Verarbeitung ein kleiner Bruder des PlayStation Phones „Xperia Play“, abzüglich des ausziehbaren Gamepads. Im 3,7-Zoll-Display mit der Sony Ericsson-typischen, aber etwas krummen, Auflösung von 854×480 kommt die Bravia Mobile-Engine zum Einsatz. Diese erzeugt nach unserem Dafürhalten herausragend scharfe und kontrastreiche Bilder. Dank eines HDMI-Ausgangs kann man das Smartphone-Bild auch auf Fernsehern oder Monitoren ausgeben. Die mit einem LED-Blitz ausgestattete Kamera im neo V löst „nur“ mit 5 MP statt mit 8 MP wie die im Xperia neo auf, und verfügt auch nicht über den bekannten „Exmor R“-Sensor. Die Kamera kann Video bis 720p aufnehmen, ein 1.500 mAh-Akku dürfte für eine ausreichend lange Nutzungsdauer sorgen. Das Neo V misst 116 mm x 57 mm x 13 m und wiegt angenehme 126 Gramm. Damit ist das neo V etwas dünner und schmaler als das neo, allerdings nur unwesentlich.

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Das Innenleben des neo V besticht leider nach wie vor nur mit einer Single Core-CPU: Ein Qualcomm Snapdragon MSM8255, der auf 1 GHz getaktet ist. Das neo V ist somit nichts für Leistungsfetischisten, immerhin hat Sony Ericsson allerdings nach unserer Erfahrung gut auf Leistung optimierte Firmwares in petto, welche auch auf schwächerer Hardware butterweich laufen. Das Xperia neo V kommt vom Start weg mit Android 2.3.4 auf den Markt und unterstützt somit auch Videotelefonie per Google Talk, sowie weitere Goodies der aktualisierten Firmware, die in Kürze auf allen 2011er-Geräten ausgerollt wird (Artikel folgt).

Das Sony Ericsson Xperia neo V wird im 4. Quartal auf den Markt kommen und steht dann in drei Farben zur Auswahl: Weiß, Silber und Blau. Der Preis ist mit etwa 300 Euro (Quelle: Chip.de) fair bemessen, allerdings sehen wir derzeit kein Alleinstellungsmerkmal den neo V gegenüber dem regulären Xperia neo, dessen Straßenpreis bereits unter 300 Euro liegt.

Warum Sony das neo nur geringfügig variiert auf den Markt wirft, wissen wir nicht genau. Wir spekulieren aber, dass es mit den Lieferschwierigkeiten durch die Katastrophen in Japan im Frühjahr zu tun hat. Es wird gemunkelt, dass vor allem die in Sendai produzierten Exmor R-Sensoren darunter gelitten haben. Sony Ericsson könnte sich deswegen entschieden haben, eine abgespeckte Version des neo ohne bewusste Kameratechnologie herauszubringen. Eine weitere Lesart wäre, dass Sony eine große Zahl der Sensoren an Apple für das iPhone 5 verkauft hat. In beiden Zusammenhängen ist ein Artikel auf iphone-news.org recht aufschlussreich.

Sony Ericsson-Pressemitteilung [via Android Community]

Wie findet ihr die Sony Ericsoon-Modelle von 2011 und das neo V im Speziellen? Eure Meinung in die Kommentare.

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