Sony erklärt: Deshalb haben unsere Smartphones dicke Displayränder

Simon Stich 1

Während der Rest der Smartphone-Welt auf immer schmalere Displayränder setzt, bleibt bei Sony alles so wie immer. Warum das so ist, hat jetzt der Produktplaner von Sony Mobile verraten. Seine Begründung leuchtet aber nicht vollständig ein.

Sony erklärt: Deshalb haben unsere Smartphones dicke Displayränder

Sony: Ohne Ränder leidet die Qualität

Die Ränder von Smartphones werden immer dünner. Standen lange Zeit die seitlichen Balken im Mittelpunkt, so hat sich der Fokus längst verschoben auf einen möglichst schmalen Rand am oberen und unteren Ende der Geräte. Einer der Auswüchse dieses Trends ist der Notch, also die Aussparung am oberen Bildschirmrand, die uns zum Beispiel beim iPhone X, OnePlus 6 und dem Huawei P20 begegnet.

Sony hat nun erklärt, warum der Konzern auf diesen Trend verzichtet. Angeblich sei die Qualität der verbauten Sensoren und Kameras nur dann gewährleistet, wenn ein entsprechend großer Platz zur Verfügung stehen würde. Als Ergebnis besitzen Smartphones des Herstellers auch im Jahr 2018 noch deutlich sichtbare Ränder oben und unten. Käufer sollen eine möglichst gute Nutzererfahrung haben – dazu gehört es auch, eine Balance zwischen Qualität und Design zu finden, heißt es.

Neben einer Sicherstellung der Qualität von Frontkamera, Lautsprecher, Antenne und weiteren Modulen sei zudem das Handling bei Smartphones besser, die über einen dickeren Rahmen verfügen. Wer ein Gerät mit vollflächigem Display besitzt, der muss den Bildschirm zwangsläufig anfassen, wenn das Gerät in der Hand gehalten wird. Eine bessere Abfederung bei Stürzen wird von Sony hingegen nicht erwähnt.

Sony-Smartphones: „Evolution gepaart mit Veränderung“

Smartphones von Sony sind schon aus der Ferne als solche zu erkennen. Mit dem typischen Kastenformat und den „Sony-Balken“ stechen sie aus dem Einheitsbrei der Android-Welt deutlich heraus. Das bedeutet aber auch, dass das Design der Geräte nicht jedermanns Sache ist. Beim neuen Sony Xperia XZ2 (Compact) geht der Hersteller neue Wege – wenn auch nur sehr langsam. Erstmals sind die Smartphones nicht mehr komplett flach konzipiert, sondern haben leichte Rundungen. Sowohl das Gehäuse selbst als auch das Display wirken nicht mehr so eckig wie früher, wie auch in unserem Video zu sehen ist.

Sony Xperia XZ2 (Compact) im Hands-On.

Auch beim Format gibt es nun mit 18-zu-9 eine kleine Abwechslung. Toshiyuki Ichino, Planer bei Sony Mobile, spricht von einer „Evolution gepaart mit Veränderung“. Ihm zufolge haben Fans auf eine Veränderung gewartet, ohne gleich eine Revolution zu wollen. Beim Sony Xperia XZ2 Premium, das im April vorgestellt wurde und hierzulande weiterhin nicht erhältlich ist, hat Sony auf das traditionellere 16-zu-9-Format gesetzt. Ichino begründet den Schritt damit, dass Kunden der Premium-Version die 4K-Auflösung voll ausschöpfen können, ohne zum Beispiel beim Betrachten von Videos schwarze Balken ertragen zu müssen. Das Sony Xperia XZ2 (Compact) mit seinem länglichen Format sei eher als ein „Smartphone als Werkzeug“ zu betrachten.

Quelle: Sony (Japanisch) via Phone Arena, areamobile

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