Sony-Patent: Smartphones sollen sich gegenseitig aufladen

Rafael Thiel 3

Sony arbeitet an einem Liebesbeweis für Smartphone-Besitzer: Gemäß eines Patents sollen die eigenen Modelle sich künftig gegenseitig kabellos aufladen können. Falls der eigene Akku also unterwegs zur Neige geht, soll eine Person des Vertrauens in die Bresche springen können.

Sony-Patent: Smartphones sollen sich gegenseitig aufladen

Die Idee dahinter ist an sich gar nicht mal so schlecht. Folgendes Szenario: Zu zweit in einer fremden Stadt unterwegs mit einem Smartphone als Navigator, dessen Akku natürlich darunter leidet. Bevor der Saft komplett ausgeht, kann die Begleitperson mit dem eigenen Gerät zur Seite springen und ein paar Elektronen teilen. Genau das sieht ein neues Patent vor, das Sony in den USA eingereicht hat.

Ein paar Haken gibt es aber dann schon. Zunächst: Spätestens seit dem Pokémon-Go-Hype sind Powerbanks ein verbreitetes Gut. Immerhin gibt es heutzutage schon Modelle für wenig Geld, die das eigene Smartphone zumindest einmal vollständig aufladen können – und dabei nicht mal viel Platz in der Tasche einnehmen.

Kabelloses Aufladen: Das größte Problem ist die Effizienz

Doch selbst angenommen, dass kein Akkupack zur Verfügung steht, bleibt ein Problem: Die Effizienz der kabellosen Übertragung. Bei gängigen Wireless-Charging-Standards fällt diese spürbar geringer aus als mit einem Aufladekabel. Das Wireless Power Consortium, gegründet um den QI-Standard durchzusetzen, versucht das zwar in einer Studie anders aussehen zu lassen. Allerdings hantiert das Konsortium darin mit geschönten Zahlen, weswegen ein fader Beigeschmack hängen bleibt. Leider sind Studien zu diesem Thema rar. Unterm Strich, nämlich Best- und Worst-Case außer Acht gelassen, ist Wireless Charging wohl weiterhin ineffizienter.

Es gibt jedoch Mittel und Wege, die Effizienz zu steigern. Indem Sender und Empfänger miteinander kommunizieren und die Übertragungsfrequenz dynamisch einander anpassen, kann die Emission um einige Prozentpunkte gesenkt werden. Ob Sony sich dieser noch neuen Technologie bedient, geht aus dem Patent nicht eindeutig hervor. Dort heißt es zwar, dass die beiden Geräte während der Energieübertragung untereinander Daten austauschen. Nähere Details nennt Sony aber nicht und lässt basierend auf den Formulierungen auch den Schluss zu, dass es sich dabei nur um vom Nutzer eingegebene Parameter handelt – etwa der zu übertragenden Kapazität, sodass eine Meldung erscheint, sobald das Ziel erreicht ist.

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Kabelloses Aufladen: Einsatz im Smart Home denkbar

Allerdings spricht Sony im Patent auch lediglich von „Consumer Electronic Devices“. Damit könnten neben Smartphones freilich auch Haushaltsgeräte oder dergleichen gemeint sein. Die Idee einer omnipräsenten Aufladung ist im Kontext des Smart Homes nicht neu; womöglich arbeitet Sony also zusätzlich auch in diese Richtung.

Quelle: US Patent & Trademark Office via Digital Trends

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