Sony Smart-shot DSC-QX10: Aufsteckkamera ausprobiert [Unboxing & Testbilder]

Amir Tamannai 20

Auf der IFA 2013 hat Sony nicht nur sein neues Smartphone-Flaggschiff Xperia Z1 präsentiert, sondern auch die beiden Aufsteckkameras QX10 und QX100. Wir haben das kleinere Modell ausgepackt, auf ein Samsung Galaxy S3 geflanscht und sind damit losgezogen, um Schnappschüsse und ein Testvideo zu drehen.

Sony Smart-shot DSC-QX10: Aufsteckkamera ausprobiert [Unboxing & Testbilder]

Als uns Mitte August erste Meldungen zu den Sony QX10- und QX100-Kameras erreichte, waren wir vom grundsätzlichen Konzept recht angetan: Zum Preis von 200 Euro respektive 400 Euro erweitern sie quasi jedes Smartphone um mehr oder weniger semiprofessionelle Fotokapazitäten.

Das kleinere Modell QX10 mit einer Bildauflösung von 18,3 MP und 10-fach optischem Zoom liegt uns inzwischen vor; und so schreiten wir zunächst zum Unboxing un einem ersten Aufstecken und Ausprobieren der Wi-Fi-Direct-Kamera:

Nachdem sie ausgepackt war, bin ich mit der QX10 durch den Berliner Stadtteil Friedrichshain gezogen und habe sowohl ein paar Testbilder als auch ein Testvideo geschossen — Videos nimmt die QX10 übrigens nur in HDV-Auflösung, sprich 1440 x 1080 Pixeln auf; eine Möglichkeit, die Auflösung zu erhöhen, konnte ich nicht finden. Dafür weiß der optische Zoom durchaus zu gefallen.

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Fotos lassen sich mit der QX10 in drei Modi aufnehmen: Intelligente Automatik, Überlegene Automatik und Programmautomatik — nach unserem Verständnis stellt sich der erste Modus selbstständig auf die umgebenden Lichverhältnisse ein, die Überlegene Automatik mischt zuweilen mehrere Aufnahmen zu einer und erreicht dabei einen HDR-artigen Effekt, während der Nutzer bei der Programmautomatik selbst die Wahl der Belichtungsstärke hat. Die beiden ersten Automatik erkennen darüber hinaus aber noch Motiv und dessen Bewegungszustand und passen die Aufnahme entsprechend an.

Die folgenden Testbilder zeigen alle Beispielfotos aller drei Modi in einer durch das 16:9-Format bedingten Auflösung von 13 MP sowie jeweils ein Fotos mit 18 MP im 4.3-Format.

Sony-QX10-Testfoto (12)

Intelligente Automatik, 13 MP

Sony-QX10-Testfoto (13)
Sony-QX10-Testfoto (14)
Sony-QX10-Testfoto (15)

Überlegene Autom., 13 MP / Programmautom., 13 MP / Intelligente Autom., 18 MP

Sony-QX10-Testfoto (16)

Intelligente Automatik, 13 MP

Sony-QX10-Testfoto (17)
Sony-QX10-Testfoto (18)
Sony-QX10-Testfoto (1)

Überlegene Autom., 13 MP / Programmautom., 13 MP / Intelligente Autom., 18 MP

(Testbilder aus der Dämmerung und der Berliner Nacht folgen)

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Viel mehr lässt sich in der zur Aufnahme mit der QX10 nötigen PlayMemories Mobile-App dann fotoseitig auch nicht einstellen – dafür kann der optische Zoom wie auch der Auslöser sowohl vom Touchscreen als auch direkt an der Kamera ausgeführt werden.

Smartphone und Kamera verbinden sich wie erwähnt drahtlos per Wi-Fi-Direct. Geräte, die NFC beherrschen können per Berührung schnell und unkompliziert mit der QX10 gekoppelt werden, alternativ lässt sich auch manuell auf das WLAN der Kamera aufschalten. Praktisch ist, dass die App sich die Zugangsdaten dafür merkt und man die Geräte also nicht bei jedem Neustart erneut verbinden muss, das geschieht automatisch. Geschossene Fotos werden nach der Aufnahme lediglich in 2 MP-Größe drahtlos auf das Smartphone übertragen, die Bilder in Originalgröße und Videos werden nur auf der in der Kamera eingesetzten micro SD-Karte abgelegt — ist keine vorhanden, so können auch keine Videos aufgenommen werden.

Die Maximalreichweite der Wi-Fi-Direct-Verbindung lag in unserem Versuch sowohl unter freiem Himmel als auch in Innenräumen bei 15 bis 20 Meter; allerdings wird der Spaß dann schon mal sehr ruckelig und der Versand der Bilder von der Kamera an das Smartphone dauerte deutlich länger — empfehlenswert ist daher, die 10 Meter-Grenze nicht zu überschreiten. Und selbst wenn Kamera und Smartphone physisch miteinander verbunden sind, muss der eine oder andere Lag bei Schwenks im Sucher in Kauf genommen werden.

Noch ein Hinweis zum Ansteckmechanismus, der per mitgelieferte Platte auf die Rückseite der QX10 montiert wird und Smartphones dann zwischen zwei Klemmen greift: Die maximale Breite, die so verklemmt werden kann, liegt bei 7,5 Zentimetern — ein Galaxy Note 3 oder gar ein Xperia Z Ultra passt da schlicht nicht rein. Es ist aber durchaus möglich, dass Sony oder Drittanbieter zukünftig Platten in weiteren Größen als separates Zubehör verkaufen werden. Der Akku der QX10, der sich unterhalb des Aufsteckmechanismus‘ verbirgt, hält übrigens Fotosessions von rund 2 Stunden oder etwa 200 Fotos beziehungsweise 1 Stunde bei Videoaufnahmen durch; das entspricht dem, was Sony selbst angibt. Ist er leer, wird über das mitgelieferte Micro-USB-Kabel aufgeladen.

Im Fazit gefällt uns das Konzept der QX10 weiterhin sehr gut. Für den Preis von 200 Euro gibt es tatsächlich ein Kameramodul, dass dem Fotofreund mit einem möglicherweise kameraseitig nicht so gut ausgestatteten Smartphone ein deutliches Mehr an Qualität bietet. Wünschenswert wäre, dass Sony die PlayMemories Mobile-App noch erweitert, um den Nutzer mehr Einstellmöglichkeiten aber auch mehr Hilfe zu den einzelnen Funktionen an die Hand zu geben — aktuell gerät das Auswählen der wenigen verfügbaren Optionen noch ein wenig zum Ratespiel.

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