Sony SmartWig: Die intelligente Perücke (das ist nicht euer Ernst, oder?)

Kamal Nicholas 5

Erst Smartphones, dann Smartwatches, Googles Glass und Fitnessbänder. Aber was kommt als nächstes? Nun, wenn es nach Sony geht, könnten wir in der Zukunft mit intelligenten Perücken durch die Gegend laufen. Zumindest hat Sony dafür nun ein Patent angemeldet. Und das klingt wirklich absurd.

Sony SmartWig: Die intelligente Perücke (das ist nicht euer Ernst, oder?)

Noch ist das Feld der „wearable“ Smart-Technologien noch eher jung. Mit Smartwatches sind die ersten leistungsfähigen und tragbaren Geräte an die Handgelenke gekommen, ergänzt werden diese durch solch praktische und intelligente Produkte wie das Jawbone UP, Fitbit Flex, Withings Pulse und andere Fitnessarmbänder. Google arbeitet weiterhin an Glass, ob sich das aber so wirklich durchsetzen wird, ist ungewiss.

SmartWig: Das etwas andere Smart Device

Der nächste Schritt könnten nun SmartWigs, also smarte Perücken sein. Das klingt zunächst vielleicht wirklich sehr merkwürdig und um so mehr man sich in die Sache reinliest, um so seltsamer wird die ganze Sache.

Die beiden Entwickler hinter dem Patent sehen in der SmartWig vor allem deshalb ein großes Potential, da sie sich im Gegensatz zu anderen smarten Technologien großen Wert auf Stil legt:

There is a wide variety of wearable computing devices, such as computational glasses, clothes, shoes, and so on… However, most wearable devices have become neither common nor popular… We think one of the biggest reasons is the style… the focus has been function, not style… The goal of SmartWig is to achieve both natural and practical wearable devices.

Natürlich ist bei einer smarten Technologie, die man ja am Körper trägt, auch der Stil wichtig. Nicht zu vergessen sind allerdings die Funktionen, die diese Technologie mit sich bringen muss, um überhaupt erst smart zu werden.

Sony SmartWig1

Wie das US Patent US20130311132 verdeutlicht, könnte eine zukünftige SmartWig mit Sensoren, einem Prozessor, einem Kommunikationsinterface und natürlich dem möglichst natürlich wirkenden Kopfschmuck versehen sein, der die ganze Technik verdeckt.

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SmartWig: Die Vorteile

Selbstverständlich sehen die Entwickler neben der Sache mit dem Stil auch ein paar weitere Vorteile einer SmartWig im Gegensatz zu anderen tragbaren Smart Devices. Diese sind:

  • Der Träger und Nutzer der SmartWig sieht weiterhin normal aus
  • Dadurch, dass die Perücke einen Teil oder den ganzen Kopf abdeckt, ist genug Platz für die integrierte Technologie
  • Da Nutzer instinktiv vor allem ihren Kopf schützen, ist die Technologie in der SmartWig besser geschützt, als an anderen Teilen des Körpers.
  • Durch ihren Sitz am Kopf kann die Technologie problemlos mit anderen Smart Devices (Google Glass etc.) kombiniert werden.
  • Vor allem Menschen mit Glatzen (echt jetzt?) könnten die Vorteile der SmartWig nutzen

Sony SmartWig2

 

Absurde Funktionen

Ich weiß wirklich nicht, ob die Leute das ernst meinen oder ob es sich hier um kompletten Humbug  handelt. Vor allem, wenn man sich die Sache mit der „Presentation Wig“ durchliest:

So könnte eine besondere Variante der SmartWig mit ein oder zwei Knöpfen unter den Koteletten ausgestattet sein. Der Träger könnte bei einer Präsentation dann einfach mit einem Druck auf seine Koteletten zwischen den verschiedenen Folien seiner Präesntation hin und herwechseln. Das klingt noch nicht idiotisch genug?  Es gibt noch mehr:

Denkbar wäre auch, dass die SmartWig mit einem Laserpointer ausgestattet ist, der mittels Sensoren ausgelöst und genutzt werden kann. Sensoren, die z.B. bestimmte Gesichtsbewegungen erfassen und diese zu einem Befehl umwandeln kann. Etwa eine gehoben Augenbraue oder ein angespannter Mundwinkel. Köstlich. Falls ihr euch das ganze angemeldete Patent anschauen wollt, findet ihr dieses hier.

Ohne Mist, in Zukunft laufen wir alle mit intelligenten Perücken und Brillen durch die Gegend, sprechen in unsere Handgelenke, während wir uns auf die Koteletten tippen und schießen Laser mit einem Augenbraunzucken. Wenn das die Zukunft ist, muss ich leider aussteigen.

Quelle: United States Patent and Trademark Office via Gizmag

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