Sony: „Wasserdichte Smartphones sollten nicht unter Wasser benutzt werden“

Tuan Le 21

Es klingt im ersten Moment nach einem schlechten Scherz: Der Smartphone-Hersteller Sony rät auf den offiziellen Support-Webseiten Kunden davon ab, ihre – eigentlich nach IP-Standard zertifiziert wasserdichten – Xperia-Smartphones unter Wasser zu nutzen. Kurios mutet dies vor allem deshalb an, da die Verwendung der Smartphones unter Wasser bisher von Sony stets stark umworben wurde.

Sony: „Wasserdichte Smartphones sollten nicht unter Wasser benutzt werden“

Ein wunderbarer Tag am Strand oder am Pool mit den Freunden will natürlich per Smartphone-Kamera für die Ewigkeit – oder zumindest die sozialen Netzwerke – festgehalten werden. Die Xperia-Modelle von Sony, jüngst ergänzt um das Xperia Z5, Z5 Compact und Z5 Premium, eignen sich dafür aufgrund ihrer IP-Zertifizierung, die einen Schutz  vor eindringendem Wasser bescheinigen, eigentlich besonders gut. Nicht nur oberhalb der Wasseroberfläche lassen sich dadurch mit den Smartphones der Japaner Fotos schießen, sondern auch unterhalb, wie auch immer wieder in verschiedensten Werbebildern demonstriert worden ist:

Das durch die Bilder suggerierte Versprechen scheint der Hersteller aber fortan wohl nicht mehr einlösen zu wollen, denn die Angaben auf der Sony-Supportseite sind in diesem Hinblick deutlich verändert worden. So heißt es beim Unterpunkt „Grundlegende Pflege und Handhabung“, dass man das Gerät nicht für jegliche Art von Tätigkeit unter Wasser, etwa beim Tauchen oder Schnorcheln, einsetzen solle. Explizit weist Sony darauf hin, dass die IP-Klassifizierung schließlich nur unter Laborbedingungen unter Wasser im Standby-Modus erreicht worden und das Schießen von Fotos oder Drehen von Videos unter Wasser daher mit den Geräten nicht empfehlenswert ist.

Es ist freilich nachvollziehbar, dass je nach Aktivität durch Druckveränderung oder starke Bewegungen im Wasser auch eigentlich wasserdichte Geräte Schäden nehmen können. Auf der deutschen Sony-Webseite wird geschildert, dass für die IP-Zertifizierung die Geräte vorsichtig ins Wasser getaucht und auch wieder entnommen werden – kein realistisches Szenario und deutlich ungefährlicher als die meisten Situationen, in denen die Nehmerqualitäten eines wasserdichten Xperia-Phones gefragt sind. Zu befürchten ist außerdem, dass der Hersteller im Schadensfall die Nutzer mit Verweis auf die Nutzerrichtlinien buchstäblich im Regen stehen lässt, sollten diese das Gerät „unsachgemäß“ betreiben. Wasserdicht ist also nicht gleich wasserdicht – auch wir raten von Experimenten in Swimmingpool, Badewanne oder Ozean ab, zumal auch hohe Temperaturen, der Salzgehalt im Wasser und höherer in großen Wassertiefen dazu führen könnten, dass die Geräte Schaden nehmen.

Quelle: Sony via Xperia Blog

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