Da dachten wir, wir hätten auf der IFA 2012 alles zum Xperia V erfahren, doch heute erreicht uns eine interessante Meldung zum Display des LTE-Outdoor-Smartphones: Dieses hat Sony dank der Sensor-on-Lens-Technik, die auch im LG Optimus G und gerüchteweise auch im iPhone 5 zum Einsatz kommen wird, nicht nur besonders dünn gemacht, gleichzeitig sorgt die Technik auch für ein besseres Bild und eine direktere Touch-Erfahrung.

Ein gewöhnliches Smartphone-Display besteht aus drei Schichten: dem Display selbst, der Sensor-Schicht für die Touch-Eingabe und einer sogenannten Linse obendrauf. Bei der Sensor-on-lens-Technik werden die letzten beiden Schichten zu einer zusammengefasst – dadurch wird das gesamte Display natürlich dünner, während durch den Wegfall einer zusätzlichen optischen „Barriere“ auch die Bildqualität steigt. In einem Posting in Sonys hauseigenem Developer-Blog wird das interessante Display des Xperia V mittels einer Grafik erklärt:

display sensor on lens

Neben der gesteigerten Bildqualität und der geringeren Dicke des Screen führt die Technik aber auch noch zu etwas, das Sony direct touch-Erfahrung nennt: Eine Schicht weniger zwischen Display und Finger bedeutet natürlich auch einen geringeren Parallaxen-Effekt – der Finger ist also näher dran an der Bild-Stelle, die der Nutzer tatsächlich berühren möchte. Insgesamt hat der Nutzer also stärker das Gefühl, das dargestellte Bild, statt ein Bild hinter Glas zu berühren.

Eine offenbar identische Technologie kommt übrigens auch in LGs neuem Flaggschiff Optimus G, dort unter der Bezeichnung G2 Touch Hybrid Display, zum Einsatz und soll gerüchteweise auch in Apples kommenden Hoffnungsträger iPhone 5 verbaut werden wird.

Eine Glasschicht weniger und dadurch ein gesteigertes Nutzererlebnis – klingt das für euch nachvollziehbar und interessant? Und wird das Xperia V dank dieser Technik für euch noch begehrenswerter?

Sony Developer Blog [Danke an unseren Leser Sebastian für den Tipp!]

Amir Tamannai
Amir Tamannai, GIGA-Experte.

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