Zeitlupe mit Full HD und 1.000 fps: Sonys neuer Kamerasensor macht's möglich

Philipp Gombert 3

Für Zeitlupenaufnahmen sind Smartphones nicht unbedingt die erste Wahl. Nun hat Sony aber einen neuen CMOS-Sensor angekündigt, der aktuelle High-End-Flaggschiffe alt aussehen lässt und Slow-Motion-Aufnahmen in Full HD mit bis zu 1.000 fps ermöglicht.

Zeitlupe mit Full HD und 1.000 fps: Sonys neuer Kamerasensor macht's möglich

Die Zeitlupenfunktion aktueller Smartphones ist zwar eine nette Spielerei, wirklich gute Resultate lassen sich damit jedoch nicht unbedingt erzielen. Dies könnte sich mit dem neuen CMOS-Sensor von Sony künftig ändern — zurzeit befindet sich die Technologie allerdings noch in Entwicklung.

Das Unternehmen setzt auf einen dreilagigen Sensor, der sich durch eine zusätzliche DRAM-Ebene zwischen Pixelfläche und Schaltkreise von klassischen zweilagigen Sensoren unterscheidet. Zusammen mit der nun vierstufigen Konstruktion des Digital-Analog-Wandlers sei damit laut Sony ein sehr schnelles Auslesen der Daten möglich. Die von der MIPI Alliance festgelegten Beschränkungen hinsichtlich der Auslesegeschwindigkeit vom Bildsensor an andere Schaltkreise kann Sony mithilfe der zusätzlichen DRAM-Ebene temporär umgehen, den standardisierten Output von 2,2 oder 2,0 Gbit/s pro Lane dauerhaft einhalten.

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Zeitlupe mit 1.000 fps

Die wichtigsten Verbesserungen des neuen Sensors betreffen schnelle Standbildaufnahmen und sehr langsame Zeitlupen. Letztere ermöglicht die Technologie mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde (fps) bei einer Full-HD-Auflösung. Dabei dient der DRAM als Zwischenspeicher für High-Speed-Aufnahmen, die anschließend an den Bildprozessor übertragen werden. Zudem könne der DRAM nahtlos umgangen oder zugeschaltet werden. Aktuellen Flaggschiff-Smartphones ist der neue Sensor mit 1.000 fps klar überlegen: Hier sind bisher maximal 120 fps bei Full HD und 240 fps bei kleinem HD möglich.

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Ultra HD mit 60 fps

Obendrein kann der neue CMOS-Sensor Bilder mit 19,3 MP in 1/120 Sekunde auslesen, sodass bei schnellen Aufnahmen von Standbildern der Rolling-Shutter-Effekt minimiert wird. Dieser beschreibt die Verzerrung von sich schnell bewegenden Objekten. Effektiv kommt der Sensor mit 21,2 MP, sodass Ultra-HD-Aufnahmen mit 60 fps möglich sind. 240 fps gibt es bei 720p und Full HD. Noch ist nicht bekannt, wann der Sensor in den ersten Smartphones Verwendung finden wird.

Quelle: Computer Base

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