In 6 Schritten aus der Handy-Krise: So werden Sonys Xperia-Smartphones wieder erfolgreich

Kaan Gürayer 41

Es war die Horrorzahl der Woche: Nur 2 Millionen Android-Smartphones konnte Sony im zweiten Quartal 2018 unter die Leute bringen. Auf dem Mobilfunkmarkt befindet sich der japanische Hersteller seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Doch ist die Hoffnung schon komplett verloren? Keineswegs! 6 Schritte, wie Sony das Ruder herumreißen und wieder echte Kassenschlager bauen kann. 

Japaner sind, so die landläufige Meinung, eher zurückhaltende Menschen. Bei der Bekanntgabe der Verkaufszahlen für das zweite Quartal 2018 dürfte aber auch in Sonys Konzernzentrale der ein oder andere Kraftausdruck gefallen sein. Magere 2 Millionen Smartphones konnte der Hersteller in Q2/2018 absetzen – ein sattes Minus von 1,4 Millionen Geräten im Vergleich zum Vorjahr. Dass es Sonys Smartphone-Sparte schlecht geht, war bekannt. Neu ist hingegen, dass der japanische Patient ganz offensichtlich im Koma liegt.

Sollten sich die Vorzeichen nicht schnell ändern, dürften die Rufe nach einem kompletten Rückzug des Konzerns aus dem Mobilfunkmarkt immer lauter werden – immerhin ist Sony ein Aktienunternehmen und nichts hassen die Börsianer mehr, als immer neues Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen.

Soweit muss es aber gar nicht erst kommen: GIGA ANDROID hat 6 Schritte zusammengestellt, wie Sony den Karren wieder aus dem Dreck ziehen kann – los geht’s!

1. Neues Design

Nach fünf Jahren hat Sony 2018 einen optischen Neuanfang gewagt. Vorbei sind die maskulinen Kanten älterer Xperia-Smartphones. Mit „Ambient Flow“, so der Name der neuen Designlinie, setzen die Japaner auf weiche Rundungen.

Das verbessert zwar spürbar das Handling, wie wir auch im Test des Xperia XZ2 festgestellt haben – dafür wirken aktuelle Sony-Smartphones aber ziemlich klobig. Hinzu kommt das absurd hohe Gewicht: Ein Xperia XZ2 bringt mit 5,7-Zoll-Bildschirm knapp 200 Gramm auf die Wage, die Premium-Version mit 5,8-Zoll-Displaydiagonale kommt sogar auf 236 Gramm!

Sony muss seinen Smartphones also dringend eine Schlankheitskur verpassen.

Welche Smartphones ebenfalls dicke Brocken sind, seht ihr hier:

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Dicke Brocken: Das sind die schwersten Android-Smartphones 2018

2. Bessere Displays

In Sachen Displaytechnik hat Sony den Anschluss zur Spitze verloren. Zwar sind die Bildschirme in Sony-Smartphones keineswegs schlecht – gehören aber eben auch nicht zur Top-Riege. Gewöhnliches Mittelmaß reicht jedoch nicht, wenn man mit Samsung, Huawei und Co. konkurrieren möchte.

Wenn Sony wieder in der Smartphone-Champions-League mitspielen will, ist zuallererst der Schwenk auf moderne OLED-Displays nötig. Danach kann man diskutieren, ob auch höhere Auflösungen notwendig sind.

3. Schluss mit verwirrenden Produktbezeichnungen

Zugegeben: Sony ist wahrlich nicht das einzige Unternehmen, das diese Unart begeht. Unzählige andere Smartphone-Hersteller irritieren ihre Kunden ebenfalls mit verwirrenden Produktbezeichnungen. Die Japaner setzen dem Ganzen aber die Krone auf: Neben der „Xperia“-Marke tragen Sony-Smartphones eine absurde Kombination aus Doppelbuchstaben, Zahlen und Gattungszusätzen.

Während etwa Apple so eingängige Namen wie „iPhone X“ verwendet, werden Sony-Käufer mit Horror-Bezeichnungen wie „Xperia XZ2 Premium“ konfrontiert. Und was kommt eigentlich nach der XZ-Reihe, die der Nachfolger der Z-Reihe ist – dürfen wir uns in zwei Jahren auf das Sony Xperia XYZ2 Premium freuen?

Spaß beiseite: Sony muss unbedingt ein neues und eigängiges Namensschema für seine Smartphones schaffen.

Auf der nächsten Seite: 3 weitere Schritte, wie Sony im Smartphone-Sektor wieder erfolgreich werden kann. 

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