Dreht Elon Musk durch? SpaceX will 4.425 Satelliten ins All schießen

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Das nächste größenwahnsinnige Projekt von Milliardär Elon Musk: Mit seinem Unternehmen SpaceX will er über 4.000 Satelliten ins Weltall schießen – das wären drei Mal so viele, wie derzeit unsere Erde umkreisen. Musk will so unseren gesamten Planeten mit High-Speed-Internet versorgen.

Neben dem Produzenten von Luxus-Elektroautos, dem Spezialisten für Solarstromlösungen und seinen Plänen, in wenigen Jahren Menschen zum Mars zu schicken, avanciert Elon Musk nun vielleicht auch zum Internetanbieter. Was sich im Gegensatz zu seinen restlichen „Hobbies“ recht unspektakulär anhört, zeichnet sich als das nächste Riesen-Projekt des Multimilliardärs ab. Denn um ein flächendeckendes High-Speed-Datennetz über die ganze Welt zu spannen, sollen nicht weniger als 4,425 Satelliten in die Umlaufbahn befördert werden.

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Mehr Satelliten, als aktuell die Erde umkreisen

Einen entsprechenden Antrag hat Musks Firma SpaceX nun bei der US-Kommunikationsbehörde FCC eingebracht. Um das Ausmaß des Vorhabens vor Augen zu führen: Aktuell umkreisen unseren Planeten 1.419 aktive Satelliten – SpaceX will drei Mal so viele ins All schicken. Jeder davon soll rund 380 Kilo wiegen und etwa die Größe eines Kleinwagens besitzen. Während große Kommunikationssatelliten allerdings in einer Höhe von etwa 35.000 km fliegen, sollen die von Musk nur auf etwa 2.100 km gebracht werden.

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Mit ihnen soll jeder Winkel der Erde mit Internet versorgt werden können, das eine Geschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde erreichen kann – 200 Mal schneller, als User derzeit durchschnittlich surfen. Das Angebot soll sich sowohl an private als auch kommerzielle, professionelle Nutzer, aber auch an Regierungsorganisationen richten. Vor allem sollen derzeit nicht angebundene Regionen versorgt werden. Im Hintergrund könnten letztlich wieder bekannte Player die Fäden ziehen: Laut der Washington Post soll unter anderem Google eine Milliarde US-Dollar in SpaceX und somit in das Projekt gesteckt haben.

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SpaceX setzt auf die eigenen Falcon Raketen

Sollte Musk tatsächlich die Zustimmung von der FCC bekommen, sollen 800 Satelliten den Anfang machen, die bereits die meisten Länder der Welt versorgen könnten. Mit dem Rest will man die Bandbreite nach oben schrauben und abgelegenere Regionen rund um den Äquator und den Polen anbinden.

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Es ist stark anzunehmen, dass SpaceX hierfür seine eigenen wiederverwertbaren Falcon 9 und Faclon Heavy Raketen nutzen möchte, an denen das Unternehmen ja schon jahrelang arbeitet. Erst zuletzt ist eine davon jedoch noch vor ihrem Start explodiert – ausgerechnet als man einen Satelliten von Facebook ins All bringen wollte, der Regionen in Afrika hätte mit Internet versorgen sollen.

Quelle: Business Insider

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