Elon Musk will Menschen an Computer anschließen und gründet dazu ein Unternehmen

Stefan Bubeck 1

Die neue Firma „Neuralink“ von Tesla- und SpaceX-Boss Elon Musk soll an einem Gehirn-Computer-Interface arbeiten, um Mensch und Maschine miteinander zu verschmelzen.

„Ich glaube, wir müssen mit künstlicher Intelligenz vorsichtig sein. Wenn ich raten müsste, was unsere größte Bedrohung ist – dann ist es wahrscheinlich das. Mit künstlicher Intelligenz beschwören wir einen Dämon herbei,“ warnte Elon Musk vor zweieinhalb Jahren auf einem Symposium des MIT (Massachusetts Institute of Technology).

Aber was hilft, wenn eine der bedeutendsten technologischen Entwicklungen, die sich wohl kaum aufhalten lässt, „gefährlicher als Atombomben“ sein könnte? Der 45-Jährige erklärte im Februar in Dubai: „Mit der Zeit werden biologische und digitale Intelligenz mehr verschmelzen“ – den Menschen zum Cyborg aufrüsten, damit er gegen übermächtige künstliche Intelligenzen gerüstet ist – das ist offenbar eine Idee, die Musk in ihren Grundzügen befürwortet. Mit Neuralink schafft er nun Fakten.

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Neuralink: Erst mal Krankheiten behandeln und später dann die Denkleistung des Menschen steigern?

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Wie das Wall Street Journal berichtet, wird Musk die Leitung von Neuralink übernehmen – neben seinen Posten bei Tesla und SpaceX. Zum neuen Cyborg-Start-Up gibt es noch keinen öffentlichen Auftritt oder offizielles Infomaterial. Über die konkreten Absichten ist wenig bekannt, der Unternehmer und Milliardär will aber zeitnah aufklären, um was es bei Neuralink geht. „Nächste Woche“ soll bereits ein ausführlicher Artikel beim Blog Wait-but-Why erscheinen.

Laut allem was wir bisher wissen, geht es um Gehirnimplantate, die der Vernetzung mit Computersystemen und somit zur Kommunikation dienen sollen. Werden wir Gedanken auf Festplatten hoch- und herunterladen können? Irgendwann vielleicht schon – aber zunächst fokussiert sich Neuralink darauf herauszufinden, wie Hirn-Computer-Schnittstellen die Symptome gefährlicher, chronischer Krankheiten (Epilepsie, Depression) lindern könnten.

Quellen: Techcrunch, Handelsblatt, Washington Post

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