Falcon Heavy: SpaceX-Monster-Rakete von Elon Musk legt Traumstart hin

Johann Philipp

Mission accomplished. Elon Musks Super-Rakete Falcon Heavy ist am Dienstagabend unserer Zeit erfolgreich vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral gestartet. Warum reden alle über die Rakete und was macht jetzt ein Tesla im All?

Falcon Heavy: SpaceX-Monster-Rakete von Elon Musk legt Traumstart hin
Bildquelle: Screenshot/ Space X.

Falcon Heavy: Derzeit stärkste Rakete startet ins All

Er hat die Größte! Tesla-Milliardär Elon Musk feiert seine Falcon Heavy Rakete als Sensation. Neben dem Autobauer Tesla ist Musk auch Chef der privaten Raumfahrtfirma SpaceX. Das Unternehmen hat am Dienstagabend seine bisher stärkste Rakete ins All geschossen und damit ein neues Kapitel in der Raumfahrtgeschichte geschrieben. „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer Schritt für die Menschheit“ war gestern, heute bestimmt Musk mit seinem Unternehmen die Meilensteine.

Die Falcon Heavy ist nicht nur die aktuell stärkste Rakete auf der Welt, sie ist im Vergleich zu den Konkurrenten auch viel günstiger. Die NASA verlangt für einen solchen Flug knapp eine Milliarde US-Dollar, SpaceX will „nur“ 90 Millionen. Die eigentliche Sensation liegt aber in den wiederverwendbaren Trägerraketen. Nach dem Start, mit dem Eintritt in die Erdumlaufbahn, lösen sich diese sogenannten Booster und kehren autonom zur Erde zurück.

Bei der Rückkehr gab es Komplikationen

Eigentlich war geplant, dass alle drei Booster der Falcon Heavy wieder zur Erde zurückkehren. Die beiden kleineren Seitenraketen schafften es ohne Probleme und setzten fast synchron in der Nähe der Startrampe wieder auf. Die Hauptrakete fand ihr Ziel – eine schwimmende Plattform im Meer, jedoch nicht ganz und legte eine Wasserlandung im Atlantik hin. Auch der PR-Gag um den knallroten Tesla verlief nicht ganz nach Musks Vorstellungen. Die Synchron-Landung der Booster seht ihr in diesem Video.

An der Spitze der Rakete wurde als Test-Ballast ein roter Tesla transportiert. Normalerweise werden einfach Stahl- oder Betonblöcke dafür verwendet. Das war Musk aber viel zu langweilig. Also schraubte er mehrere Kameras an das Elektroauto und sendete einen Livestream über YouTube.

Der Wagen sollte in die Umlaufbahn des Mars eindringen und um den Roten Planeten kreisen. „Ein rotes Auto für den Roten Planeten“, erklärte Musk. Ob das Navi nun die falsche Abbiegung nahm oder einfach keinen Satelliten fand, ist nicht ganz klar, die ursprüngliche Route erreichte der Wagen jedenfalls nicht und kreist nun um die Sonne. Für Musk sind beide Zwischenfälle wohl eher Kleinigkeiten bei einer sonst erfolgreichen Mission.

Als Nächstes steht nun der Start der BFR – der Big Fucking Rocket an, die noch stärker sein soll und Menschen bis zum Mars bringt.

Quelle: Spiegel Online, YouTube

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