App Store: Spotify beschwert sich über Apples 30-Prozent-Regelung

Holger Eilhard 4

Für jeden Einkauf im App Store bekommt Apple 30 Prozent des Umsatzes. Nach den aktuellen Untersuchungen der EU, des DOJ und der FTC bekommt Apple nun Gegenwind diesbezüglich vom Musik-Streaming-Dienst Spotify.

Die Regelung führte bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Beschwerden aus der Entwickler-Gemeinde. Nach den aktuellen Untersuchungen in Europa und den USA nutzt Spotify laut The Verge nun die Chance gegen Apple zu wettern.

Grund ist die 30-Prozent-Regelung in Kombination mit dem Verbot in den App-Store-Richtlinien auf einen Verkauf außerhalb des App Stores hinzuweisen. Der normale Preis für ein Premium-Abo von Spotify beträgt 9,99 Dollar pro Monat. Im App Store muss Spotify jedoch 30 Prozent mehr verlangen, um die Kosten inklusive Apples Anteil decken zu können. Spotify darf des Weiteren innerhalb der iOS-App nicht in den eigenen Store – und das günstigere Angebot – verlinken.

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Durch diese Regelung hat Apple laut Spotify und anderen Anbietern einen unfairen Vorteil. Speziell wenn das Unternehmen aus Cupertino – wie aktuell berichtet wird – einen eigenen Streaming-Dienst zum Preis von 9,99 Dollar anbieten wird.

Aktuell laufen sowohl in Europa als auch in den USA Untersuchungen gegen Apple. Dem iPhone-Hersteller wird unter anderem vorgeworfen Musik-Labels nahegelegt zu haben, die Lizenzen für kostenlose Streaming-Angebote nicht zu verlängern. Auch eine Zahlung der YouTube-Einnahmen soll man angeboten haben, wenn die Labels ihre Videos aus dem Video-Portal entfernen sollten.

Apple selbst plant angeblich einen eigenen, neuen Streaming-Dienst auf Basis von Beats Music. Dieser soll im Rahmen der WWDC Anfang Juni vorgestellt werden.

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