Steigender Umsatz: Spotify könnte iTunes in Europa überholen

Thomas Konrad 12

Spotify ist auf Erfolgskurs: Der Umsatz des Unternehmens könnte den von Apples iTunes Store in Europa schon bald übertreffen. Knapp zehn Millionen Kunden bezahlen inzwischen für einen kostenpflichten Spotify-Premium-Account.

Allein in den letzten vier Monaten habe man im im Vereinigten Königreich eine Million Anwender hinzugewonnen. Viele davon bezahlen einen monatlichen Beitrag, um Songs ohne Werbung zu hören und lokal zu speichern. Verantwortlich hierfür seien Partnerschaften mit Vodafone und der Sunday Times, meint ein Spotify-Sprecher.

Von den 24 Millionen Nutzern, die Spotify 2013 zählte, bezahlten sechs Millionen für den Dienst. Den Meilenstein von zehn Millionen zahlenden Kunden könnte der Dienst schon bald im Zusammenhang mit aktualisierten Nutzer-Angaben bekanntgeben.

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Weil Download-Verkäufe zuletzt sanken, könnte Spotify bald mehr Umsatz generieren als Apples iTunes Store - zunächst im Vereinigten Königreich, dann vielleicht auch im gesamten Europa.

Apple hat indes eigene Pläne: Um sinkende Song- und Album-Verkäufe aufzufangen, will sich Apple künftig mehr exklusive Inhalte für die Musik-Sektion des iTunes Stores sichern. Wie iTunes Radio in Europa abschließt, muss sich erst herausstellen. In den USA liegt Apples Streaming Dienst mit acht Prozent knapp vor Spotify (sechs Prozent).

Die US-Künstlerin Beyoncé veröffentlichte ihr fünftes Studioalbum exklusiv auf iTunes - zumindest eine Weile lang. Diesem Vorbild könnten künftig mehrere Künstler folgen. Die digitale Veröffentlichung ermöglicht außerdem Zusatzinhalte wie Musikvideos und Fotos - beides Medien, die auf einer CD zwar möglich, aber nicht sehr praktisch sind.

In letzter Zeit räumte der Hersteller außerdem einige Bereiche seines Online-Stores auf, entfernte Duplikate und sortierte Alben populärerer Bands und Künstler nach Jahrzehnten oder Schaffensperioden.

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