Die große Spotify-Offensive: So steigt Spotify ins Serien-Geschäft ein

Marek Bang

Spotify für die Augen ist bald keine abwegige Zukunftsmusik mehr denn der  Musikstreaming-Dienst hat großes vor. Nachdem Musiker Olli Schulz und Satiriker Jan Böhmermann galant und gesetzestreu mit ihrem Podcast vom öffentlich rechtlichen Radio zum schwedischen Unternehmen gewechselt sind geht die große Offensive weiter. Bald soll nicht nur Musik im Angebot für den User bereitstehen, sondern auch 12 eigens produzierte Serien. Neue Konkurrenz für Amazon und Co also? Wir klären auf! 

Ob nun in der kostenpflichtigen Premium-Variante oder für lau mit Werbeunterbrechungen: Wer sich eben mal durch ein paar Alben seiner Lieblingsmusiker hören möchte schmeißt einfach sein Spotify an und wird rundum versorgt. Doch die Verantwortlichen des aufstrebenden Unternehmens haben größere Pläne und wollen ihr Repertoire aufstocken. Nachdem sich Singer-Songwriter Olli Schulz und sein kongenialer Partner, der aktuell omnipräsente Grenzgänger Jan Böhmermann, dazu entschieden haben, ihre sanft sorgfältige Radiosendung ins Internet zu verlagern heißt das neue Motto Videocontent, wie die Kollegen von Business Insider berichten.

Spotify für die Augen: 12 eigene Serien geplant

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Bald soll es bei Spotify nicht nur etwas auf die Ohren geben, dennoch geht auch im Segment der Bezug zum Lied nicht verloren. So soll sich jede der 12 eigenproduzierten Serien irgendwie mit dem Thema Musik beschäftigen oder zumindest im popkulturellen Kosmos verwurzelt sein, was auch immer das heißen mag. Unter den Serien-Machern befinden sich gleich bei der Premiere des Vorhabens einige prominente Namen. Oscar-Preisträger Tim Robbins steuert eine Mockumentary über Talentshows bei („Ultimate/Ultimate“), der legendäre Americana-Produzent T-Bone Burnett widmet sich in „Drawn & Recorded“ den Geschichten hinter Meilensteinen der Pop-Musik. Für Freunde des Hip-Hop und der Rap-Musik werden die Serien „Rush Hour“ und „Generations“ entwickelt.

Neben einer Krimi-Serie („Rhymes & Misdemeanors“), die sich mit Verbrechen unter Musikern auseinander setzen wird sind vor allem Doku-Formate geplant. So soll es Live-Sessions geben oder auch eine Show, in der sich Musiker gegenseitig ihre Spotify-Playlisten vorspielen. Im Moment dreht sich also im Video-Bereich noch alles um Musik. Dennoch interpretieren wir diesen Schritt nicht ausschließlich als ergänzendes Format für alle Rock and Roll-Liebhaber, sondern sehen darin auch einen Startschuss zur Eroberung eines neuen Marktes, nämlich den der Serie. Spotify ist im Vormarsch, erst Olli und Jan, bald könnte ernsthafte Konkurrenz zu Netflix und Co. folgen. Wir halten euch auf dem Laufenden - sowohl was die Ausstrahlung der Serien als auch die weiteren Entwicklungen im Unternehmen betrifft.

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