Digital Homicide: Der unliebsame Steam-Entwickler ist pleite

Marco Schabel

Erst vor wenigen Tagen wurde das klagewütige Entwicklerstudio Digital Homicide ganz offiziell von Steam ausgeschlossen, weil gegen Spieler geklagt werden sollte. Jetzt ist das Unternehmen pleite – und zieht alle Klagen zurück.

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Die Geschichte um Digital Homicide, einen von den Brüdern James und Robert Romine gegründeten Videospielentwickler ist bereits jetzt sicherlich eine der kontroversesten des Jahres. Die Verantwortlichen hinter Spielen wie Sarah to the Rescue, Merle Wizard Extrodinaire und Sinister Spiders haben sich mit zahlreichen eher mittelmäßigen Veröffentlichungen auf Steam bereits einen Namen gemacht, danach allerdings für noch mehr Gesprächsstoff gesorgt, als sie damit begonnen haben, Kritikern mit einer Anzeige zu drohen oder diese sogar in die Tat umzusetzen. Als sie dann sogar Valve auf die Herausgabe der Nutzerdaten verklagen wollten, riss den Steam-Verantwortlichen der Geduldsfaden und sie setzten Digital Homicide vor die Tür. Die drohten postwendend – wie könnte es auch anders sein – mit einer Klage. Jetzt kommt es aber ganz anders, als die Entwickler vielleicht geplant haben, was aber weniger verwunderlich ist, wenn bedacht wird, dass Steam die einzige Einnahmequelle des Studios war.

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Denn ganz offensichtlich steht der Entwickler kurz vor der Pleite und hat angekündigt, sich aus dem Videospielgeschäft zurückziehen zu wollen. Das zumindest gab James Romine zu verstehen. Laut ihm sei Digital Homicide mittlerweile zerstört, weil es „aus Tausenden Richtungen in Grund und Boden gestampft“ wurde. Folglich wird das Studio geschlossen und die Gründer werden sich fortan andere Beschäftigungen suchen. Den Schwarzen Peter schiebt Romine dabei vor allem den Medien zu, die sich nur negativ über das Studio geäußert hätten, obwohl diese nur versuchten, niedrige Preise und einen offenen Markt zu erkämpfen. Zugleich gab er bekannt, dass mit dem geschlossenen Studio auch beantragt wurde, alle angestrebten und bereits durchgeführten Klagen fallen zu lassen.

Abschließend betonte der Entwickler, dass es nebenbei auch mehr als 50 positive E-Mails für Digital Homicide gegeben habe. Au Angst vor Schikane haben sich die Spieler jedoch nicht getraut, sich öffentlich zu äußern. Zudem seien die Klagen von Beginn an nur eingereicht worden, weil sich das Studio über einen langen Zeitraum hinweg einer gewissen Belästigung ausgesetzt sah.

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Quelle: TechRaptor

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