Symantec-Vizepräsident: „Antivirus-Software ist tot“

Julien Bremer 5

Gefühlt vergeht seit einigen Wochen bzw. Monaten kein Tag, an dem uns nicht eine neue Sicherheitslücke begegnet. Da kommt es  schon ein wenig überraschend, dass Symantec-Vizepräsident Brian Dye das Zeitalter des Antivirenschutzes für beendet erklärt.

Symantec-Vizepräsident: „Antivirus-Software ist tot“

Das amerikanische Software-Unternehmen wurde 1982 gegründet und war Ende der 80er Jahre noch Vorreiter für Antiviren-Programme. Es entwickelte den ersten kommerziellen Virenschutz überhaupt. Vor allem die Norton-Produktreihe ist auch heute noch sehr bekannt.

Ausgerechnet in Zeiten, in denen Sicherheit in aller Munde ist, erklärt Brian Dye: „Antivirus ist tot. Wir sehen diese Programme nicht mehr als Geldmaschine an.“

Die klassischen Antiviren-Programme sollen kriminelle Hacker daran hindern, in fremde Systeme einzudringen. Doch dieser Kampf scheint immer aussichtsloser. Die unerwünschten Eindringlinge lassen sich immer neue Methoden einfallen, um ihren kriminellen Absichten nachzukommen. Antiviren-Programme kommen da mit einem ausreichenden Schutz kaum noch hinterher – Don Quijote und der Kampf gegen die Windmühlen lässt grüßen.

Daher will Symantec nun einen Strategiewechsel vollziehen, den andere Anbieter schon längst hinter sich haben. Die neuen Technologien verhindern nicht mehr, dass böswillige Programmierer in die Systeme gelangen. Viel mehr geht es darum, diese schon frühzeitig zu erkennen und den größten Schaden fernzuhalten.

Symantec generiert noch immer rund 40 Prozent seines Umsatzes durch Antivirenprogramme. „Wenn der Nutzer von ‚Schutz‘ zu ‚Aufspüren‘ und ‚Regieren‘ wechselt, kommt das Wachstum gerade aus diesen beiden Feldern“, begründet Dye den Strategiewechsel. Das langjährige Erfolgsprodukt Norton soll zwar bestehen bleiben, doch darüber hinaus soll es bald neue Produktlinien von Symantec geben.

Quelle: Wall Street Journal
Bild via shutterstock

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