T-Mobile Binge On – was ist das?

Norman Volkmann

Mit „Binge On“ will es T-Mobile ermöglichen, eure Lieblingsserien nicht nur zu Hause auf der Couch zu sehen. Mit Netflix und YouTube an Bord, können Kunden Videos und Filme auch unterwegs schauen – ohne dabei an ihr Datenvolumen zu denken. Im Folgenden erklären wir, wie das Ganze funktioniert und welche Streaming-Services dabei angeboten werden. 

T-Mobile Binge On – was ist das?

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Auf mobilen Geräten mehr Videos schauen, dabei aber weniger vom mobilen Datenvolumen verbrauchen als gewohnt – klingt nach einer Ideallösung für jeden Serienjunkie. Bislang nur in den USA bietet T-Mobile diese Traumvorstellung aber an und nennt sie „Binge On“. T-Mobile-Kunden können für den Service auf 24 verschiedene Streaming-Dienstleister zurückgreifen, darunter unter anderem:

Bei Verträgen mit einem Datenvolumen von 3 GB und höher ist das Streaming dabei nicht limitiert und wird nicht vom monatlichen Datenlimit abgezogen. Wenn ihr noch unsicher seid, was „Binge Watching“ überhaupt bedeutet – wir klären auf.

YouTube Teil von Binge On

Im März 2016 ging YouTube eine offizielle Partnerschaft mit T-Mobiles Binge On ein. Für Nutzer von Binge On in den USA bedeutet das, dass alle Inhalte von YouTube zukünftig nicht mehr vom monatlichen Datenlimit abgezogen werden. T-Mobile-Chef John Logere verkündete die frohe Nachricht für die Kunden kurzum auf Twitter.

Neben Netflix ist YouTube damit bei weitem das größte Netzwerk offizieller Partner von Binge On und könnte für viele US-Nutzer durchaus ein Grund werden über einen Wechsel des Mobilanbieters nachzudenken. Nutzer können dabei so viele Videos auf der Videoplattform von Google sehen, wie sie wollen und müssen dabei nicht einmal an ihr Datenvolumen denken.

Binge On: Schlechtere Qualität gegen höhere Quantität

Um es zu ermöglichen, dass ihr über eure mobile Datenverbindung mehr Videos ansehen könnt, wird die Qualität der Videos durch T-Mobile heruntergerechnet. T-Mobile spricht dabei von „DVD-Qualität“ und meint eine 480p+-Auflösung (640 x 480 Pixel). Inzwischen stellte sich aber heraus, dass die Qualität der Streams im Regelfall nicht optimiert, sondern viel eher die Datenübertragungsrate auf 1,5 Mbit gedrosselt wird. Dabei kommt es dann vor allem bei Videoinhalten mit hohen Auflösungen zu Rucklern. Wer die volle Auflösung will, kann Binge On ausstellen – dann allerdings wird auch die verbrauchte Datenmenge voll auf das monatliche Limit angerechnet.

Binge On als Alternative für andere Mobilfunkanbieter

Die Idee hinter Binge On ist definitiv gut. Die Vorstellung, spannende Serien auch unterwegs weiterzuschauen, wenn man mit Bus und Bahn auf dem Weg zur Arbeit ist, ist großartig. Vermutlich werden wir in Zukunft mehr solcher Dienste auch von anderen Anbietern sehen. Allerdings lohnt sich ein solcher Service nur in gut ausgebauten Gebieten – Nutzer auf dem Land, die sich mit Edge über Wasser halten müssen, nützt die Herunterrechnung im Grunde nichts.
Problematisch ist eher, dass T-Mobile auch Inhalte von Diensten drosselt, die nicht offizielle Partner des Unternehmens sind. Auch wenn T-Mobile dadurch zur Zeit noch mit Vorwürfen der Verletzung der Netzneutralität kämpft, ein solches Modell ist im Binge-Zeitalter sicherlich etwas, das viele Nutzer interessiert und deswegen von der Konkurrenz in nicht allzu ferner Zukunft mit Sicherheit auf die ein oder andere Weise kopiert wird. Wir hoffen, dass es der Service in Zukunft auch nach Deutschland schafft.

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