Autoexperte ist sich sicher: Pleite von Tesla ist nur eine Frage der Zeit

Stefan Bubeck 12

Der Automobilexperte Bob Lutz prophezeit Tesla den baldigen Untergang: In einem Interview mit dem Magazin „Der Aktionär“ erklärt er, warum der Elektroautohersteller aus Kalifornien keine Chance hat.

Autoexperte ist sich sicher: Pleite von Tesla ist nur eine Frage der Zeit

Der gebürtige Schweizer Robert „Bob“ Lutz ist ein amerikanischer Manager, der in seiner Karriere bereits Spitzenämter bei General Motors, BMW und Ford bekleidete. Seine Einschätzung zur Zukunft von Elon Musks Automarke Tesla ist düster: Der einstige Vorsprung im Bereich der Elektroantriebe sei verloren, die Konkurrenz werde „Nägel in den Tesla-Sarg“ schlagen. Als konkretes Beispiel nennt er BMW, die mit einem elektrifizierten 3er-Modell kommen könnten. „In ein bis zwei Jahren ist Tesla ein Elektroautoanbieter von vielen. Die Pleite ist unvermeidlich“, so Lutz.

Tesla Model S und Tesla Model X im Hands-on.

Hohe Kosten, geringe Stückzahlen und oben drauf noch Arroganz

Die Fixkosten von Elektroautos seien für die Hersteller hoch, es handle sich um ein Verlustgeschäft. Da hier das Absatzvolumen entscheidend sei, werde Tesla in Zukunft nicht mit großen Herstellern wie GM, Hyundai, Kia oder Nissan mithalten können. Auch spricht Lutz die Zukunftspläne von Daimler und VW an, über die wir berichtet hatten. Von allen Seiten wird versucht, die magische Grenze von 500 Kilometern Reichweite zu knacken.

Noch ist Tesla hier führend, vor allem aufgrund des Chassis, in das die Batterien eingebaut werden. Ein Vorsprung, der in absehbarer Zeit verschwunden sein wird. Elon Musk und seine Mannschaft unterschätzten die „alten“ Autohersteller, so der Experte. Der für seine visionäre Art bekannte Musk, der auch den Mars erobern möchte, werde mit Tesla scheitern. Das gesamte Interview lest ihr in der aktuellen Ausgabe des „Aktionärs“.

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Am Schluss könnten die etablierten Hersteller gewinnen

Bob Lutz nimmt also kein Blatt vor den Mund und spricht unverblümt von der kommenden Pleite eines Herstellers, der ganz aktuell und wahrscheinlich auch in der nächsten Zeit dem Markt vorgibt, wo es in Sachen Elektromobilität lang geht. Kein Autobauer kann sich dem Vergleich mit den Kaliforniern entziehen, fast jeder Test von Elektroautos verweist auf die führenden Reichweiten, die Tesla derzeit mit seinen Modellen erzielt. Ist der Experte also einfach nur ein Schwarzmaler und liegt er mit seiner Einschätzung total daneben?

Nun, die technischen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge sind komplex – die Automobilindustrie ist ein über Jahrzehnte optimiertes Gebilde aus Zulieferern, Fertigungsprozessen und ineinandergreifenden Infrastrukturen. Die großen Player haben Erfahrung in der Produktion und Auslieferung von Millionen Fahrzeugen pro Jahr. Sie haben das Know-How und die Fabriken. Überspitzt formuliert: Wenn Daimler etwas ankündigt, dann liefert Daimler auch – das war einfach schon immer so. Tesla hingegen hatte in seiner kurzen Geschichte bereits Lieferengpässe. Wenn die Fähigkeit, große Stückzahlen sicher auf den Markt zu bringen, tatsächlich über den langfristigen Erfolg eines Autoherstellers entscheidet, dann wird Bob Lutz Recht behalten.

Quellen: Der Aktionär, PC-Welt

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