Selbstfahrende Autos: Eine Utopie in den Köpfen der einen, eine Schreckensvorstellung in den Köpfen der anderen Autofahrer. Fest steht, dass es im Falle eines Unfalls schnell zu Streitigkeiten zwischen Fahrern und Autoherstellern kommen kann. Ein aktuelles Beispiel zeigt allerdings, dass man als Fahrer die Schuld nicht leichtfertig auf die moderne Technologie schieben sollte.

 

Tesla

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Gestern machte in den Medien die Schreckensnachricht die Runde, dass ein selbstfahrendes Auto von Tesla - genauer gesagt das Tesla Model X - ohne Vorwarnung beim Einparken per Autopilot in ein Gebäude gerast sei. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand schwer verletzt - wenn man mal vom Image des Autoherstellers absieht. Selbstfahrende Autos befinden sich aktuell noch in der Entwicklungsphase und insgesamt scheinen die meisten Kunden noch eher skeptisch gegenüber der neuen Technologie zu sein, wenn man die Reaktionen auf einzelne Unfälle wie zum Beispiel auch bei Googles selbstfahrenden Gefährten beobachtet: Schnell werden die Unternehmen verurteilt und die ganze Idee als Unsinn abgetan.

Dabei werden zwei Faktoren häufig außen vor gelassen: Zum einen, dass die Unfallrate bei selbstfahrenden Autos nach wie vor deutlich niedriger als bei normalen PKW ist. Zum anderen, dass bei Unfällen mit selbstfahrenden Autos nicht selten dennoch menschliche Fahrer schuld sind, seien es nun andere Autofahrer oder aber die Insassen des autonomen Fahrzeuges selbst.

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Im Falle der Kollision des Tesla Model X mit dem Gebäude behauptete der Besitzer des Fahrzeuges umgehend, dass das Fahrzeug sich im Cruise Control-Modus zum Einparken befunden und „plötzlich und unerwartet“ beschleunigt hätte. Demnach sei der Unfall auf einen technischen Fehler seitens des Herstellers zurückzuführen, der hierfür wohl auch entsprechend berappen soll.

Tesla reagiert auf Vorwürfe mit harten Fakten

Nun sollte man meinen, dass ein Hersteller, der es schafft elektronische Autos mit Autopiloten zu entwickeln, auch entsprechende Rücksicherungen für solche Fälle in petto hat. Und das ist natürlich der Fall, denn ein technisches Protokoll dokumentiert die verschiedenen Fahrmodi des Tesla Model X penibel, was die Aussagen des Fahrzeugbesitzers in diesem Falle etwas unglaubwürdig erscheinen lässt.

So stellte Tesla fest, dass das Fahrzeug sehr wohl zwischen einer Beschleunigung, die vom Autopiloten eingeleitet wird und einer, die durch das Treten des Gaspedals durch einen menschlichen Fahrer eingeleitet wird, unterscheiden kann. Überraschung: Im Falle des Gebäude-Crashs ist im Protokoll einwandfrei festzustellen, dass das Fahrzeug manuell beschleunigt wurde.

Besitzer hat das Auto gar nicht selbst gefahren

Der Fahrzeug-Besitzer scheint sich bisher davon nicht beirren zu lassen und ließ daraufhin gegenüber der Presse verlauten, dass zwar seine Frau das Fahrzeug gefahren sei (er also selbst gar nicht bei dem Geschehen dabei war), diese aber sehr wohl zwischen Gas- und Bremspedal unterscheiden könne. Außerdem habe sie eine unfallfreie Historie vorzuweisen, weshalb er ihre Version der Geschichte weiterhin unterstützt. Dass das Gericht im Falle eines Verfahrens diese Schilderungen für glaubwürdiger erachten als Teslas Protokoll, darf hingegen bezweifelt werden.

Quelle: electrek

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