Tesla: Hardware für komplett autonomes Fahren wird ab jetzt verbaut

Stefan Bubeck

„Selbstfahrend und deutlich sicherer als ein menschlicher Fahrer“ – Tesla hat angekündigt, dass alle neuen Modelle mit der dafür notwendigen Hardware ausgestattet werden. Auf die passende Software müssen wir aber noch warten.

Tesla: Hardware für komplett autonomes Fahren wird ab jetzt verbaut
Bildquelle: Tesla.

Teslas CEO Elon Musk ist nicht zu bremsen: Trotz Unfällen und Kritik am Marketing geht der Elektroautohersteller aus Kalifornien schnellen Schrittes in Richtung vollständig autonom fahrender Autos.

Mehr Sensoren, mehr Reichweite, mehr Rechenleistung

Die neue Generation soll alles im Blick haben. Acht Kameras mit bis zu 250 Metern Sichtweite sollen den 360-Grad-Rundumblick der selbstfahrenden Autos sicherstellen. Zwölf Ultraschallsensoren unterstützen sie dabei, deren Reichweite wurde im Vergleich zum Vorgängersystem verdoppelt. Das nach vorne ausgerichtete Radar sieht laut Hersteller durch Regen, Nebel, Staubwolken und sogar durch das vorausfahrende Fahrzeug hindurch. Damit die durch die verbesserten Sensoren gestiegene Datenmenge verarbeitet werden kann, wurde die Rechenpower an Bord um den Faktor 40 verstärkt. Das System basiert auf einer Nvidia-Titan-GPU. „Ein Supercomputer in einem Auto“, sagt Elon Musk dazu.

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Die Hardware ist fertig, die Software noch nicht

Alle neuen Modelle (inklusive Model 3) werden ab jetzt mit der vorgestellten Technik vom Band laufen. Auf einige Features, die in der unter schwerer Kritik stehenden ersten Generation des „Autopiloten“ aktiviert sind, muss man aber erstmal verzichten: automatisches Bremsen im Notfall, Kollisionswarnung, Spurassistent und Abstandsregeltempomat – diese Funktionen kommen dann schrittweise per Softwareupdate. Der Grund: Tesla will erst noch „Millionen an Meilen“ fahren, um die Komponente zu kalibrieren. Das komplett autonome Fahren könnte so noch eine ganze Weile auf sich warten lassen und ist definitiv nicht nur eine Frage von wenigen Monaten.

Tesla: Möglichst schnell in die Zukunft des Autofahrens

Musk hat zudem angekündigt, dass ein komplett selbstfahrendes Auto Ende 2017 eine Demonstrationsfahrt unternehmen wird: Von Los Angeles nach New York. Laut Google Maps sind das 4.489 Kilometer und rund 40 Stunden Fahrzeit. Der Elektroauto-Pionier zeigt auch auf der offiziellen Firmenwebseite, dass er es ernst meint: Die Softwareupdates sind dort bereits als Option angekündigt.

Die Features „Verbesserter Autopilot“ und „Vollständig selbstfahrend“ schlagen mit 6.000 respektive 4.000 US-Dollar bei nachträglicher Aktivierung zu Buche – sobald diese in ein paar Jahren dann tatsächlich verfügbar sind. Einige Experten sagen Tesla bis dahin aber die Pleite voraus.

Quellen: The Verge, Tesla

Tesla Autopilot.

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