Tesla: Jetzt müssen Kunden doch fürs Laden an den Superchargern zahlen

Stefan Bubeck

Ein bedeutender Pluspunkt beim Kauf eines Teslas wird gestrichen: Bisher konnte man sein Fahrzeug kostenlos an einer der 4600 weltweit verteilten Supercharger aufladen, jetzt hat Tesla die Einführung von Gebühren angekündigt. Der Autobauer will so sein Wachstum beschleunigen.

Tesla Model S und Tesla Model X im Hands-on.

Tesla verkauft nicht nur Autos, sondern betreibt auch ein eigenes Stromtankstellennetz, das aus sogenannten Supercharger-Stationen besteht. Der Hersteller spricht von der „schnellsten Ladestation der Welt“, es sind Ladezeiten von unter einer Stunde möglich.

Ein kostenpflichtiges Ladestationennetz für Langstrecken

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Tesla-Smartphone: So verführerisch könnte es aussehen

Bisher war das Laden am Supercharger für Tesla-Fahrer grundsätzlich kostenlos und so quasi im Anschaffungspreis des Fahrzeugs enthalten. Nun wird aber doch ein Kostenmodell fürs Stromzapfen eingeführt, wie das Tesla-Team auf seinem Blog verkündet. Betroffen sind alle Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2017 bestellt werden. Bestandskunden bleibt die „Flatrate“ also erhalten, alle anderen müssen mit einer Gebühr rechnen.

Noch nennt Tesla keine konkreten Preise, will aber zeitnah darüber informieren. Die Kalifornier stellen schon mal klar, dass es hier keine Gewinnmaximierung im Vordergrund stehe. „Während Preise zeitabhängig und je nach regionalen Stromkosten variieren können, wird unser Supercharger-Netzwerk niemals ein Profit-Center sein,“ so der Wortlaut im Blogbeitrag. Strom aufladen am Supercharger soll „eine kleine Gebühr“ kosten und weniger „als das Auftanken eines vergleichbaren Verbrennerfahrzeugs.“ Tesla erklärt, dass das Supercharger-Netzwerk für Langstreckenreisen gedacht sein, während im Alltagsgebrauch das Laden zu Hause die bessere Variante darstelle.

In der Tat sind viele Supercharger an Autobahnraststätten aufgestellt. Berlin hat beispielsweise aktuell zwei Supercharger-Stationen, beide liegen außerhalb des Zentrums und in Nähe des Flughafens.

Die ersten 1600 Kilometer bleiben kostenlos

Abgerechnet werden soll über ein System aus Supercharger-Credits. Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2017 bestellt werden, bekommen ein jährliches Kontingent von 400 kWh, welches kostenlos bleibt. Das entspricht in etwa einer Reichweite von 1000 Meilen (1600 Kilometer). Ab dann wird für das Laden die stufenweise berechnete Gebühr fällig. Tesla selbst begründet die Maßnahme damit, dass man in das Netzwerk investieren wolle, um dieses zu erweitern und das Wachstum zu beschleunigen.

Alles in allem ist der Wegfall der „Strom-Flatrate“ keine Überraschung. Tesla steht unter Druck, die großen Autohersteller wie VW und Mercedes greifen demnächst an. Elon Musks Automarke muss schnell wachsen, dazu gehört auch der strategische Ausbau des exklusiven Ladestationennetzwerks. Ein Elektroauto-Preisbrecher ist mit dem 35.000-Dollar-Fahrzeug Model 3 bereits angekündigt.

Tesla fährt komplett von alleine durch die Stadt.

Quelle: Tesla Blog

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