Tesla Model S Rekordversuch: Mit dem Ausdauer-Monster durch Europa

Johann Philipp

Mit einem Elektroauto kann man nicht verreisen? Drei Männer aus Deutschland wollen mit einer Rekordfahrt das Gegenteil beweisen. Die Strecke führt quer durch Europa.

Tesla Model S Rekordversuch: Mit dem Ausdauer-Monster durch Europa
Bildquelle: Electrified.eu.

Bereits im Jahr 2015 machte sich das Team der„Electrified Recharged World Record Tour“ mit einem Tesla Model S auf den Weg vom Nordkap bis nach Südspanien. Über 6.000 Kilometer quer durch Europa. Die Fahrt wurde ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Niemand vor ihnen konnte diese Strecke mit einer geringeren Ladezeit absolvieren.

Ihr Ziel: So wenig Laden wie möglich

Bei der Rekordfahrt wird nicht die Reisezeit gemessen, sondern wie lange das Team ihr Auto wieder aufladen muss. Bei der letzten Tour betrug die Ladezeit insgesamt 19 Stunden und 58 Minuten. Die Reisezeit wird nicht bewertet, weil die Schiedsrichter vom Guinness-Buch keine Geschwindigkeitsübertretungen fördern möchten. Am Freitag um 7 Uhr startet das Team zur neuen Rekordfahrt, bei der sie ihre eigene Zeit unterbieten wollen. Gleiche Strecke – anderes Modell: Diesmal kommt Teslas Batterie-Monster Model S 100D zum Einsatz, der bis zu 630 Kilometer Reichweite schaffen soll. Das Team hat sich mit Absicht gegen das Performance-Modell P100D entschieden, denn dort ist der Akku etwas kleiner. Bei der letzten Tour waren sie in einem Tesla Model S 85D unterwegs.

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Laden nur an Teslas Superchargern

Während der gesamten Strecke werden sie nur an Teslas eigenen Superchargern ihr Elektroauto aufladen. Anders wäre die Zeit auch nicht zu schaffen, denn die Ladesäulen haben besonders viel Power und laden den Tesla in 40 Minuten auf 80% der Kapazität wieder auf. Das Team rechnet für die gesamte Fahrt von über 6.200 Kilometern mit einer Ladezeit von weniger als 16 Stunden. Von der ersten Tour gibt es hier einige Impressionen:

Liveübertragung auf Facebook

Die gesamte Fahrt wird knapp fünf Tage dauern und per Livestream auf Facebook und auf der eigenen Website übertragen. Das Team will damit zeigen, wie gut das europäische Netz der Schnellladestationen ausgebaut ist und damit eine Reise in jedes Land in Europa möglich sei. Außerdem meinen die Elektroauto-Fans, dass die Supercharger-Stopps ein gesünderes Reisen mit ausreichend Pausen ermöglichen und so auch bei der Unfallprävention helfen.

Tesla Model S und Tesla Model X im Hands-on.

Strecke bringt einige Vorteile

Bei der Auswahl der Strecke hat sich das Team an Länder mit einer hohen Dichte an Superchargern gehalten. Für den Erfolg der Rekordfahrt ist das von großer Bedeutung. Schaut man allerdings nach Griechenland, Bulgarien und Polen sieht es deutlich schlechter mit der Versorgung der Ladesäulen aus. Eine Reise in jedes Land ist also zumindest mit längeren Ladezeiten verbunden.

Quelle: electrified.eu

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