Tesla: Nach Elektroautos produziert das Unternehmen nun Solar-Dachschindeln

Marco Di Lorenzo

Noch bevor Tesla den Kauf des amerikanischen Solarstromanlagen-Produzenten SolarCity formal abgeschlossen hat, geht bereits das erste Produkt aus diesem Übernahmedeal hervor: Ein Photovoltaik-Dach, mit dem Kunden nicht nur ihre Elektrogeräte befeuern, sondern auch ihren Tesla aufladen können.

Tesla: Nach Elektroautos produziert das Unternehmen nun Solar-Dachschindeln
Bildquelle: Tesla.

Auf Twitter verkündet Tesla-Gründer Elon Musk stolz, er wolle „Solar Roof“ bereits am 28. Oktober in San Francisco vorstellen. Und obwohl die Fusion seines Unternehmens mit SolarCity noch nicht einmal unter Dach und Fach ist, zeigt sich an dem Produkt, wie genau die 2,6-Milliarden-Dollar-Übernahme in Musks Masterplan passt.

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Dachschindeln sollen nichts verschandeln

Der Clou: Die Kollektoren sollen nicht mehr als Gerüst auf ein Haus aufgesetzt werden, sondern die Dachbekleidung ersetzen. Somit will man Kunden anlocken, denen normale Photovoltaikanlagen bisher zu unästhetisch waren. Dachschindel mit integrierter Photovoltaiklösung sind im Grund nichts Neues und werden bereits von mehreren Unternehmen gebaut. Tesla will nun aber mit einem kompletten System punkten und dabei die Synergien innerhalb der zwei Firmen nutzen.

Tesla cockpit mit touchscreen zur Energieverbrauchsanzeige

Tesla laden und Energiespeicher füllen

Natürlich zielt das neue Produkt speziell auf Besitzer eines Tesla-Elektroautos ab, denn zum ersten Mal bietet das Unternehmen damit nun auch selbst ein Aufladesystem für Zuhause an.

Dies geht Hand in Hand mit der Einführung der zweiten Generation des Tesla Powerwalls, ein Riesenakku, der im eigenen Heim installiert wird und stetig durch die Solarpaneele geladen wird. Der Powerwall ist derzeit mit einer Kapazität von 6,4 KWh verfügbar und schlägt mit rund 3.000 US-Dollar zu Buche. Sollte das Solarnetz gerade keinen Strom liefern, kann der Power-Akku noch für ein bis zwei Tage einspringen.

Tesla_Powerwall

Die Powerwalls sollen sich aber auch bei variablen Stromtarifen bezahlt machen, etwa wenn der Preis unter Tags höher ist, als am Abend. Schließlich ist es auch Musks Ziel, über eigenen Kollektoren produzierten Strom im Rahmen eines Smart-Grids wieder ins Stromnetz einspeisen und damit sogar Geld zu verdienen. Solche Tarife könnte Tesla künftig über SolarCity anbieten, das in den USA auch als Stromanbieter fungiert.

Quelle: Golem

 Video: Tesla stellt Powerwall vor

Tesla Energy.

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