Tesla: Parkgebühr bei Blockierung eines Superchargers

Peter Hryciuk

Wer sein Tesla-Elektroauto zukünftig an einem Supercharger länger stehen lässt, als für den Ladevorgang nötig ist, wird zur Kasse geben. Die Schnellladestationen wurden als Parkplätze missbraucht und erschweren anderen Fahrern den Zugang.

Tesla Model S und Tesla Model X im Hands-on.

Tesla bittet Dauerparker an Superchargern zur Kasse

Während der Zugang zu Superchargern in Deutschland durch die nicht so stark verbreiteten Elektroautos von Tesla noch relativ gut gewährleistet ist, kommt es in den USA an Knotenpunkten immer öfter zu Problemen. Tesla-Fahrer haben ihre Elektroautos an der Ladesäule einfach stehen lassen, obwohl der Ladevorgang schon längst beendet wurde. Ein Parkplatzersatz also, obwohl die Schnellladefunktion für besonders kurze Aufenthalte sorgen soll, damit so viele Fahrzeuge wie nur möglich aufgeladen werden und weiterfahren können. Dem will Tesla nun ein Ende setzen.

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Wer zukünftig mit seinem Tesla-Elektroauto am Supercharger die Ladezeit deutlich überzieht und nach Abschluss des Ladevorgangs nicht innerhalb von fünf Minuten den Platz räumt, der muss pro Minute 40 Cent in den USA und 35 Cent in Europa zahlen. Das soll dafür sorgen, dass die Plätze nicht mehr belegt sind, wenn das Fahrzeug eigentlich schon komplett aufgeladen ist. Tesla benachrichtigt die Fahrer vorher per App, damit er den Platz räumen und den Kosten entgehen kann.

Vorbereitung auf die Zukunft mit viel mehr Elektroautos

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Bisher sind die Tesla-Elektroautos Luxusgüter und können kostenlos an den Superchargern aufgeladen werden. Im kommenden Jahr und mit dem Tesla 3 wird sich das ändern. Das deutlich günstigere E-Auto kann dann nicht mehr gratis betankt werden. Durch die Masse der Fahrzeuge, die in den kommenden Jahren auf die Straßen kommen, muss Tesla aber auch sicherstellen, dass die Ladestationen nicht sinnlos vollgestellt werden und zur Verfügung stehen, wenn man auf der Durchreise ist. Die Supercharger sollen nämlich nicht für lokale Ladevorgänge genutzt werden, sondern nur bei längeren Reisen. Wer vor Ort wohnt, soll sein Fahrzeug zuhause aufladen. Zusätzlich möchte man aber auch weitere Ladestationen bauen, damit längere Reisen noch weniger zum Problem werden.

Im Endeffekt profitieren also alle Tesla-Fahrer von dieser Regelung. Blockiert man einen Supercharger mit seinem Tesla nur um Energie zu tanken, dann fallen auch keine zusätzlichen Kosten an.

Quelle: Tesla-Supercharger via golem

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