Toshiba will sein Geschäft mit Speicher-Chips verkaufen. Die Unternehmen Foxconn und TSMC sind daran interessiert, die Sparte gemeinsam zu übernehmen. Allerdings könnte die japanische Regierung Sicherheitsbedenken haben.

Toshiba muss Geld beschaffen, um mit der drohenden Insolvenz der Tochter Westinghouse Electric Company umzugehen. Der in Amerika ansässige Kernkraftwerkbetreiber machte zuletzt massive Verluste. Eben das könnte letztendlich ein Grund sein, warum amerikanische und nicht asiatische Unternehmen bessere Chancen auf die Übernahme von Toshibas lukrativem Geschäft mit NAND-Speicher-Chips haben: Toshiba wird sich mit der US-Regierung über die Zukunft von Westinghouse einigen müssen, weshalb es förderlich wäre, wenn US-Unternehmen den Zuschlag bekämen.

Dabei sind zwei Giganten aus Taiwan an einer Übernahme der Sparte interessiert: Der Montagespezialist Foxconn und der Chip-Hersteller TSMC würden für eine Übernahme sogar kooperieren wollen. Foxconn hatte erst im vergangenen Jahr das japanische Unternehmen Sharp übernommen – seinerzeit gab es keine „Sicherheitsbedenken“ der japanischen Regierung. Auch dieser Umstand lässt vermuten, dass eben solche Bedenken eher vorgeschobene Gründe sind.

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Sollten tatsächlich nur US-Unternehmen den Zuschlag bekommen können, wären Western Digtal, Micron Technology und Finanzinvestoren wie Bain Capital mögliche Kandidaten. Apple soll eine Übernahme durch die Partner Foxconn und TSMC favorisieren, Gerüchten zufolge aber sogar selbst über eine Übernahme nachdenken. Letzteres erscheint jedoch unwahrscheinlich: Apple produziert eigentlich nicht selbst Komponenten; erst recht nicht auch für andere Unternehmen.

Quelle: via AppleInsider

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Florian Matthey
Florian Matthey, GIGA-Experte.

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